Trend Report | GDI

Was essen wir morgen?

Der aktuelle „European Food Trends Report“ des Gottlieb Duttweiler Instituts entwirft drei Szenarien, wie eine mögliche Zukunft des Ernährungssystems aussehen könnte.
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Der aktuelle „European Food Trends Report“ des Gottlieb Duttweiler Instituts entwirft drei Szenarien, wie eine mögliche Zukunft des Ernährungssystems aussehen könnte.

Ausgelaugte Böden, multiresistente Keime und umgekippte Gewässer sind Zeichen der mittlerweile unübersehbaren Schattenseiten der industriellen Landwirtschaft. Wird uns mit modernen Technologien wie Laborfleisch oder digitaler Präzisionslandwirtschaft eine Trendumkehr gelingen? Werden wir es schaffen, bescheidener zu werden? Und das auf eine Weise, die nicht nur die neuesten Hipster-Trends und Öko-Moden bedient, sondern wirklich nachhaltig ist? Mit diesen Fragen befasst sich der aktuelle "European Food Trends Report" des Gottlieb Duttweiler Instituts (GDI).

Wir Menschen sind in ungeahntem Maß ein Teil dieser Natur, denn wir sind Ökosysteme mit vielen Billionen Mikroben in uns, schreiben die Autoren der aktuellen Trend-Studie. Ohne die Natur sind wir nicht überlebensfähig. Sie bestimmen nicht nur unseren Stoffwechsel, sondern beeinflussen auch unsere Gesundheit, ja sogar unsere Launen. Wir können nicht genau sagen, wo der Mensch aufhört und das Mikrobiom anfängt. 
 
In unserem Innern spiegele sich das Außen. So wie der Artenreichtum um uns herum zurückgehe, so schrumpfe auch die Vielfalt in unserem Mikrobiom. "Heute besitzen Menschen in industrialisierten Gegenden nur noch halb so viele Mikrobenarten wie Menschen, die kaum mit der westlichen Zivilisation in Berührung gekommen sind", heißt es in der Ankündigung des Reports. "Viele nützliche Mikroben im Darm kommen bei uns kaum oder gar nicht mehr vor. Es gibt neben der Umweltzerstörung also auch eine 'Inwelt'-Zerstörung, von der Mikrobiologen einen Zusammenhang mit vielen Zivilisationskrankheiten und modernen Autoimmunerkrankungen vermuten."
 
In einer Welt, die verstrickt ist, müssen wir in viel größeren Zusammenhängen denken, wenn wir Hunger, Krankheit und Umweltzerstörung gleichzeitig bekämpfen wollen – fordern die Autoren. "Wie können wir die wachsende Weltbevölkerung gesund ernähren und dabei die Ökosysteme um uns herum und in uns drin erhalten oder gar wiederbeleben?", die neue GDI-Studie entwirft drei Szenarien: 'Stubborn Optimism', 'Radical Regeneration' und 'Hard Regulations' beschreiben, wie eine mögliche Zukunft des Ernährungssystems aussehen könnte.
 
Der "European Food Trends Report – Die grosse Verstrickung: Ernährung zwischen Mikrochip und Mikrobiom" kann als Download bezogen werden.
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