Burger King

Über 1.000 Führungen beim Tag der Offenen Küche/Resonanz

Beeindruckte Besucher, aber immer noch viele kritische Kommentare auf Facebook.

Erstmals öffnete Burger King in Deutschland seine Küchentüren für die Gäste. In rund 250 Restaurants konnten Interessierte vom 15. bis 17. August einen Blick hinter die Kulissen der Burger-Marke werfen und sich persönlich ein Bild von den dort ablaufenden Arbeitsprozessen machen.

Die Aktion war ein weiterer Schritt der Burger-King-Qualitäts- und Kommunikationsoffensive nach dem RTL-Bericht des 'Team Wallraff' über mangelnde Hygiene und schlechte Arbeitsbedingungen in einzelnen Restaurants des größten deutschen BK-Franchisenehmers Yi-Ko Holding im Frühjahr.

"Neben dem Wunsch der Gäste, selbst einmal einen Blick in die Küchen werfen zu können, haben sich auch viele Franchisenehmer und Restaurant-Manager an uns gewandt und gefragt, ob die Gäste in die Küchen eingeladen werden können", erklärt Andreas Bork, Vice President & General Manager Burger King Central Europe. Interessierte Verbraucher konnten sich über eine Website anmelden und wurden dann einem teilnehmenden Restaurant in ihrer Nähe zugewiesen.

Zwei Franchise-Stimmen:
  • "Wir haben der Burger King-Zentrale mitgeteilt, in welchen Restaurants wir wann eine Führung anbieten können", berichtet Helmut Brunhuber, Burger King-Franchisenehmer im Raum Chemnitz. "Insgesamt haben rund 150 Teilnehmer die Küchen in acht unserer zehn Restaurants besucht." Während einer ca. 30-minütigen Tour erfuhren die Gäste alles von der Anlieferung der Produkte über das Schneiden von Zwiebeln und Tomaten sowie deren Lagerung bis hin zur Zubereitung der Produkte. Dabei wurden unterschiedliche Stationen durchlaufen, wie zum Beispiel das Kühl- und Trockenlager, der Preparation-Bereich, das Burger-Board oder der Counter.

Aus der vorgesehenen halben Stunde wurde dann oftmals eine ganze Stunde, in der die jeweils fünf Besucher viel Zeit hatten, Fragen zu stellen - auch skeptische, wie Brunhuber erläutert: "Einige kamen natürlich mit einer negativen Haltung zu Burger King und Fast Food im Allgemeinen", sagt der Unternehmer.

Vor allem die produktive Systematik der eigentlich komplexen Prozesse habe die Besucher jedoch sehr beeindruckt, so Brunhuber. "Es war ganz besonders auch für unsere Mitarbeiter ein wichtiges Gefühl, dass ihre Arbeit richtig ein- und wertgeschätzt wird."

  • Ausschließlich positiv eingestellte Menschen, die sich über die Abläufe in den Burger King-Küchen informieren wollten, beobachtete Mirko Schweiger am Samstag in den fünf Standorten der Tobias Wolf GmbH im Raum Ellwangen. Unter den Teilnehmern am Tag der Offenen Küche befanden sich ganze Familien, ein Mitarbeiter von der Konkurrenz und sogar BK-Gäste, die von der RTL-Sendung ‘Team Wallraff‘gar nichts mitbekommen hatten.

„Wir sind davon ausgegangen, dass die Führungen maximal 60 Minuten dauern würden, jedoch zeigten sich die Teilnehmer überaus interessiert“, erklärt der Distriktmanager. Bis zu zwei Stunden nahmen sich Schweiger und die Restaurantleiter vor Ort Zeit, um vor allem Fragen bezüglich technischer Abläufe zu beantworten. „Die Sauberkeit wurde von keinem Besucher in Frage gestellt“, so Schweiger.



Das Medienecho am gestrigen Montag zeigte, dass sich auch einige Reporter von großen Tageszeitungen an den Küchentouren beteiligt hatten. So erschien unter anderem im Rhein-Main-Teil der FAZ ein halbseitiger, ausgewogener Bericht über den Besuch eines Restaurants in Aschaffenburg. In den sozialen Netzwerken stieß die Aktion dagegen auf wenig Gegenliebe. Hier wird unter anderem moniert, dass nur ausgewählte Restaurants nach Vorankündigung teilnahmen, die Besucher mit Straßenschuhen in die Küchen geführt wurden und dass ein Fotografierverbot herrschte.


Kritik äußert nach wie vor auch die Gewerkschaft NGG, die erklärt, ein neuer Muster-Arbeitsvertrag bei Burger King weiche in wichtigen Punkten noch immer vom Manteltarifvertrag ab. Guido Zeitler, NGG-Referatsleiter Gastgewerbe hatte kürzlich in der 'Wirtschaftswoche' von einem "trügerischen Schein" bei Burger King gesprochen.


Deutschlandweit nahmen laut Burger King-Zentrale mehrere tausend Neugierige an über 1.000 Küchentouren teil - übrigens auch in einigen Restaurants der Yi-Ko, unter anderem in NRW. "Wir freuen uns sehr über die positive Resonanz der Gäste, den tollen Einsatz der Restaurantteams bei dieser globalen Premiere, die unser Engagement für Transparenz und Qualität unterstreicht", heißt es in einer Stellungnahme.

www.burgerking.de



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