19. GV-Fachsymposium

Über 200 Top-Entscheider auf Gastrokurs

Auf die Gemeinschaftsverpflegung kommen neue Aufgaben zu, denn unsere Gesellschaft ist im Wandel. Mehr Gastronomie ist dringend notwendig, lautete eine wichtige Botschaft des 19. Fachsymposiums Systeme & Konzepte in Düsseldorf. Die neue Benchmark ist die Straße.
Nichts bleibt wie es ist - diese Erkenntnis zog sich wie ein roter Faden durch die zweitägige Veranstaltung mt Top-Beteiligung, darunter rund 50 aus dem Cateringlager. Die Branche muss neue Wege gehen, denn unsere Gesellschaft ist im Umbruch. Der rasante Wandel in der Arbeitswelt verlangt von immer mehr Menschen Flexibilität und Mobilität und lässt wenig Platz für klassische Essenszeiten. Das hat vor allem für die Betriebsgastronomie spürbare Auswirkungen. Im neuen Axel Springer Campus in Berlin, der 2019 eröffnet werden soll, hat man schon die Konsequenzen gezogen: „Wir werden uns gastronomisch ganz anders positionieren. Der Ort, an dem wir leben, essen und arbeiten verbindet sich immer mehr miteinander“, verdeutliche Rüdiger Stein, Projektleiter Gastronomie & Events Neubau bei der Springer-Tochter Pace Paparazzi Catering, der das zukünftige Konzept vorstellte.

Der Zukunft galten auf dem Symposium galten viele Blicke. Für die 200 anwesenden Top-Entscheider aus dem Business- und Care-Markt gab es neben aktuellen Marktdaten und Trends auch viele Denkanstöße und  Ideen, die angesichts der sich verändernden Marktlage notwendig sind. In Zeiten fallender Subventionen und Krankenhausschließungen muss man sich mit neuen konzeptionellen Lösungen befassen. „Wagen Sie den Kurswechsel, die bequemen Pfade der Gemeinschaftsverpflegung zu verlassen“, appellierte Günter Kuhn, einer der Gastgeber und Geschäftsführender Gesellschafter der K&P Unternehmensgruppe, bei seiner Begrüßung an die Teilnehmer.

Credo der Veranstaltung: Durch die zunehmende Verschmelzung von Wohnen und Arbeiten kommen auf die Gemeinschaftsverpflegung neue Aufgaben zu, denn attraktive Plätze für den Austausch sind wichtig. Jens Krüger, Geschäftsführer von TNS Deutschland: „Die GV bekommt Verantwortung für die Gemeinschaft in einer zunehmend fragmentierten Welt.“ Dabei gilt, was Burkart Schmid, Co-Veranstalter, in seinem Vortrag so auf den Punkt brachte: "Wir müssen den Gast verführen, nicht versorgen und wir müssen ihn zu unserem kommerziellen Partner machen."

Weitere wichtige Veränderungsfaktoren: die Demografie, soll heißen: Leute werden älter. Den klassischen 9 to 5 Job gibt es nicht mehr. Die neue Form der Arbeit bedeutet: Mehr Flexibilität. Soll heißen: Dorthin gehen, wo das Geschäft ist. Auführlicher Bericht über die Veranstaltung folgt in der neuen gv-praxis 10-2015.



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