Umbau

Wormser Schlachthof wird zu Matadero

Der Alte Schlachthof in Worms wird ab kommenden Frühjahr zum Erlebnisareal Matadero umgebaut.
Lengfeld & Wilisch
Der Alte Schlachthof in Worms wird ab kommenden Frühjahr zum Erlebnisareal Matadero umgebaut.

Grünes Licht für den Umbau des Alten Schlachthofes in Worms. Als Matadero soll hier eine Erlebniswelt für Lifestyle, Genuss und Events neu entstehen.

Die Bauarbeiten können starten. In dem unter Denkmalschutz stehenden Gebäude-Ensemble sollen Gäste künftig das Matadero finden, eine moderne Erlebniswelt für Lifestyle, Genuss und Veranstaltungen mit Restaurants, Manufakturen, Handel und Eventflächen. 

Geplant wurde der Schlachthof von Stadtbaumeister Georg Metzler und 1912 auf einem Areal südlich der Rheinbrücke errichtet. In den vergangenen Jahren wurden bereits zahlreiche Anbauten und Nebengebäude abgerissen.

Nach langem Leerstand sehen nun architektonisch beeindruckende Jugendstilbauten wie die ehemalige Verbindungshalle, das Maschinenhaus mit Wasserturm und eine Vorkühlhalle ihrer neuen Bestimmung entgegen.

Klassikprojekt, eine erfahrene Investment- und Beratungsgesellschaft für Immobilienprojekte rund um Industriekultur und Erlebnisimmobilien, will das Areal denkmalgerecht sanieren. Geschäftsführer und verantwortlich für das Projekt ist Marc Baumüller. Der Entwurf stammt von den Architekten Lengfeld & Wilisch aus Darmstadt.

Baustart im Frühjahr

Etliche Vorarbeiten sind bereits erfolgt, mit dem Rohbau soll es auf dem 13.000 Quadratmeter großen Gelände bei entsprechender Witterung im Frühjahr losgehen. "Der Ball liegt jetzt bei uns. Wir werden Vollgas geben, um unsere Vision Realität werden zu lassen", erklärt Baumüller, gleichzeitig Geschäftsführer Alter Schlachthof GmbH & Co. KG.
Als Kombination von Jugendstil und modernem Lifestyle soll der Alte Schlachthof unter dem Namen Matadero künftig Strahlkraft für die Region entwickeln.
Lengfeld & Wilisch
Als Kombination von Jugendstil und modernem Lifestyle soll der Alte Schlachthof unter dem Namen Matadero künftig Strahlkraft für die Region entwickeln.
Der Wormser Stadtentwicklungsdezernent Timo Horst ist froh, dass die zur Ruine verkommene Anlage neu belebt wird: "Das Matadero erhält den Charme der historischen Industriearchitektur und ist ein wichtiges Projekt für Worms mit einer Strahlkraft in die ganze Region. Wir arbeiten eng mit dem Investor und Projektverantwortlichen Marc Baumüller zusammen und unterstützen ihn."

Beispielsweise hat sich sein Dezernat bei den Landesbehörden dafür eingesetzt, das Baugenehmigungsverfahren zu beschleunigen, das sich aufgrund der Größe des Projekts sehr komplex gestaltet hatte.

Cooler Lifestyle und Industriecharme

Einziehen sollen regionale Manufakturen, Gastronomen und Eventveranstalter, die besonderes Augenmerk auf Qualität und Nachhaltigkeit legen. Vorgesehen sind mehrere stilvolle Restaurants und gastronomische Betriebe mit abwechslungsreichem kulinarischem Angebot. Im Eventbereich soll "cooler Lifestyle in Kombination mit dem Industriecharme vergangener Zeiten für eine einzigartige Atmosphäre" sorgen. Die 420 Quadratmeter große Veranstaltungsfläche wird bis zu 400 Gästen Platz bieten. Beeindrucken kann dann auch eine 140 Quadratmeter große, lichtdurchflutete Kathedrale. Hinzu kommen drei Seminarräume. 

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