Valora 1. Halbjahr 2019

Segment Foodservice entwickelt sich positiv

Das Foodservice-Geschäft läuft vor allem an Verkehrsstandorten.
Valora Group
Das Foodservice-Geschäft läuft vor allem an Verkehrsstandorten.

Die Valora Gruppe ist zufrieden mit dem Ergebnis für das erste Halbjahr 2019. Der Außenumsatz der Foodvenience-Anbieterin liegt mit  1.324 Mio. Schweizer Franken (CHF) ebenso wie die Nettoumsatzerlöse von 1.005 Mio. CHF auf Vorjahresniveau. Die Foodservice-Nettoumsätze der Gruppe wachsen auf 172,3 Mio. CHF, ein Plus von 8,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

Im Foodservice-Segment vermeldet Valora sowohl für Deutschland wie auch für die Schweiz respektable Same Store Sales-Steigerungen von 1,4 respektive 3,1 Prozent. Das Wachstum kommt vor allem von Verkehrsstandorten. Die Stores in Innenstadtlagen stellten sich als Herausforderung dar, heißt es im Jahresbericht. Ein starkes Momentum verzeichnet die Ditsch B2B-Linie. Gestiegene Marktanteile und schnelles Wachstum des Marktes führten zu einem Umsatzplus von 20 Prozent. Die operativen Kosten für das Segment Foodservice beziffert Valora auf 117,1 Mio. CHF. Die laufende Kapazitätserweiterung der Laugenbackwaren-Produktion in den USA und in Deutschland ist weit fortgeschritten und wird voraussichtlich in 2019 bzw. im ersten Quartal 2020 umgesetzt sein.

EBIT aus Foodservice überproportional

Im ersten Halbjahr 2019 steigert Valora den operativen Gewinn (EBIT) um 18,8 Prozent auf 42,8 Mio. CHF, auch beeinflusst von Änderungen in der Rechnungslegung gemäss IFRS 16. Im Segment Foodservice steigt der EBIT auf 17,9 Mio. CHF und macht damit trotz eines niedrigeren Umsatzanteils 41,9 Prozent des EBIT der Gruppe aus.

Insbesondere dank höheren Food-Umsätzen wachsen die zentralen Convenience-Produktkategorien (Gruppen-Umsätze exkl. Presse, Bücher und Tabak) netto um 3,2 Prozent. Diese vorteilhafte Änderung im Produktmix ist der Hauptgrund für den Anstieg des Bruttogewinns um 1,4 Prozent auf 451 Mio. CHF und die Verbesserung der Bruttogewinnmarge um 0,7 Prozent-Punkte auf 44,9 Prozent.

 

Höherer Reingewinn und Free Cashflow

Der Reingewinn aus fortgeführten Geschäftsbereichen steigt um 21,4 Prozent auf 27,4 Mio. CHF  (10,7 % Steigerung gegenüber den publizierten Zahlen 2018). Der Profitabilitätsanstieg ist der positiven EBIT-Entwicklung sowie tieferen Finanzierungskosten zuzuschreiben. Das Konzernergebnis verbessert sich um 45,5 Prozent (+30,4 % gegenüber den publizierten Zahlen 2018) aufgrund einer Wertberichtigung auf nichtfortgeführte Geschäfte in 2018. Dies entspricht einem Anstieg des Gewinns pro Aktie um 66,4 Prozent auf 6,95 CHF im ersten Semester 2019. Der Free Cashflow wächst um 56,7 Prozent auf 15.7 Mio. CHF – dies insbesondere dank tieferem Mittelabfluss aus dem Nettoumlaufvermögen.
Über Valora
Das Schweizer Unternehmen ist in erster Linie an Verkehrsstandorten in der Schweiz, Deutschland, Österreich, Luxemburg, der Niederlande und Frankreich tätig. Neben Kiosk-Konzepten gehören die Foodservice-Marken Ditsch, Brezelkönig, Caffè Spettacolo und Backwerk zum Portfolio. Ebenso betreibt Valora eine der weltweit führenden Produktionen von Laugengebäck und profitiert im Bereich Backwaren von einer stark integrierten Wertschöpfungskette. Valora erzielt nach eigenen Angaben jährlich einen Außenumsatz von über 2,7 Mrd. Schweizer Franken. Der Hauptsitz der Gruppe befindet sich in Muttenz, Schweiz. In Deutschland betrug der Foodservice-Umsatz (netto) im Jahr 2018 geschätzt 264 Mio. Euro bei 514 Units (Stand: 31.12.2018, Quelle: foodservice Top 100)

Ausblick: auf bestem Weg, die Jahresziele 2019 zu erreichen  

Betreffend die im Juni 2019 kommunizierte EBIT-Erwartung von ungefähr 90 Mio. CHF für 2019 sowie die weiteren Gewinnziele für das laufende Jahr ist Valora auf Kurs. Michael Mueller, CEO der Valora Gruppe, sagt: "Valora ist gut ins Jahr 2019 gestartet und wir sind überzeugt, dass wir unsere Jahresziele erreichen werden. Über die nächsten Monate werden wir insbesondere die Modernisierung der gewonnenen Kiosk-Standorte an den SBB-Bahnhöfen vorantreiben und gleichzeitig den Food-Anteil im Produktmix der Gruppe weiter ausbauen." 

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