Vapiano

Über 100 Mio. Euro Verlust in 2018

Vapiano will sich im Jahr 2019 konsolidieren.
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Vapiano will sich im Jahr 2019 konsolidieren.

Vapiano hat am späten Montagabend die lange erwarteten Zahlen für das Geschäftsjähr 2018 vorgelegt: Insgesamt entwickelte sich das Konzernergebnis durch die enttäuschende operative Entwicklung und erhebliche Einmaleffekte in Höhe von 65 Mio. Euro deutlich negativ und beläuft sich am Ende auf ein gigantisches Minus von 101 Mio. Euro (2017: minus 29,6 Mio. Euro).

Der Konzernumsatz stieg allerdings im Gesamtjahr 2018 um 14,4 % auf 371,5 Mio. Euro (2017: 324,7 Mio. Euro). Zurückzuführen ist dieser Anstieg insbesondere auf die 32 Neueröffnungen im vergangenen Jahr. Während sich die Umsätze im Segment Germany (+3 %) hierbei nur leicht erhöhten, konnten in den Segmenten Rest of Europe (+18,9 %) und Rest of World (+74,3 %) wesentlich stärkere Umsatzzuwächse erzielt werden.

Eckdaten des Geschäftsberichtes 2018
  • Konzernumsatz im Geschäftsjahr 2018 auf 371,5 Mio. Euro (+14,4 %), im ersten Quartal 2019 auf 97,9 Mio. Euro (+13,4 %) gesteigert
  • Umsatzrückgang auf vergleichbarer Fläche ("Like-for-like") in 2018 bei -1,0 %; in Q1 2019 bei -3,5 %
  • Minus von 101 Mio. Euro
Der bereinigte Umsatz auf vergleichbarer Fläche ("Like-for-like") war mit -1,0 % hingegen leicht rückläufig. Dabei konnte das Segment Germany mit einem leichten Anstieg von +0,5 % die rückläufige Entwicklung in den Segmenten Rest of Europe (-2,8 %) und Rest of World (-0,2 %) nicht ausgleichen. Im ersten Quartal 2019 sank der Like-for-Like-Umsatz noch einmal auf -3,5 %.
„Das vergangene Geschäftsjahr war für Vapiano ein herausforderndes und leider auch sehr enttäuschendes Jahr. Die bisherige, stark auf Wachstum und Expansion ausgerichtete Strategie hat nicht den erwünschten Erfolg erzielt. Aus diesem Grund haben wir unsere Strategie in den vergangenen Monaten maßgeblich angepasst und wir werden uns in den kommenden Jahren verstärkt auf unsere Profitabilität und vor allem auf unsere Kernmärkte konzentrieren. “
Cornelius Everke, CEO der Vapiano SE

Der Vorstand erwartet im jetzt laufenden Jahr 2019 einen Umsatz zwischen 390 und 420 Mio. Euro und ein bereinigtes Ebitda in einer Spanne von 20 bis 25 Mio. Euro. Außerdem geht der Vorstand davon aus, dass das Konzerngesamtergebnis im Geschäftsjahr 2019 gegenüber dem Vorjahr 2018 mit über 100 Mio. Euro Minus zwar deutlich verbessert, jedoch weiterhin negativ im mittleren zweistelligen Millionenbereich ausfallen wird.

Das Jahr zuvor, es war das Jahr des Börsengangs 2017, schloss das Unternehmen mit 29,6 Mio. Euro Minus ab.
Vapiano in Deutschland
Im Ranking der 100 umsatzstärksten Gastroplayer 2018 in Deutschland kommt Vapiano mit 215 Mio Euro und 82 Filialen auf Platz 15 (Quelle: foodservice Top 100).
Für das Jahr 2019 plant Vapiano 10 bis 15 Neueröffnungen und somit eine deutliche Verlangsamung der bisherigen Expansionsgeschwindigkeit. Bislang wurden in diesem Jahr bereits fünf Restaurants eröffnet: jeweils ein Restaurant in Wien (am Hauptbahnhof), in Lille und in Doha sowie zwei Restaurants in Paris.

Mittelfristig erwartet der Vorstand einen positiven freien Cash Flow in 2020 und ein positives Konzernergebnis dann in 2021. Mit den Mitteln aus dem freien Cash Flow können Unternehmen Dividenden zahlen oder Aktien zurück kaufen. Der freie Cash Flow verdeutlicht letztendlich, wieviel Geld für die Aktionäre eines Unternehmens tatsächlich übrig bleibt. 




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