Vapiano

Finanzielle Hilfen sollen beantragt werden

Vapiano erwartet ein signifikantes Minus.
Vapiano
Vapiano erwartet ein signifikantes Minus.

Die Vapiano SE verzeichnet im ersten Quartal einen signifikanten Umsatzrückgang von 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, unter anderem auf Grund der aktuellen Corona-Krise. Dies betrifft alle Kernmärkte des Unternehmens.

Bis auf Weiteres geschlossen bleiben die Restaurants in Österreich, den Niederlanden, Luxemburg, Frankreich und den USA auf Anforderung der zuständigen Behörden. Auch für den deutschen Markt wird eine Schließung erwartet. 
Das bereinigte EBITDA und das gesamte Konzernergebnis werde laut Mitteilung einen signifikanten Rückgang aufweisen. Vapiano beabsichtigt daher finanzielle Hilfen zu beantragen, in Deutschland beispielsweise von der KfW. Beantragt werde auch Kurzarbeit sowie die Stundung von Steuerzahlungen

Bereits vor der Corona-Krise hat sich Vapiano mit wesentlichen Aktionären und finanzierenden Banken auf eine neue und weitreichende Finanzierungslösung von 10,7 Mio. Euro geeinigt. Damit will das Unternehmen die weitere Transformation umsetzen. Es wird erwartet, dass der Aktionär Mayfair seine Anteile an einen Restrukturierungsexperten und Treuhänder überträgt. Dies ist nun abhängig von der Gewährung von Finanzmitteln durch staatliche Unterstützungsprogramme vor dem Hintergrund der Corona-Krise. 

In der kommenden Woche erwartet Vapiano einen Verlust, der die Hälfte des Grundkapitals überschreiten wird. Die ohnehin seit längerem schwächelnde Aktie des Unternehmens setzt die aktuelle Situation weiter unter Druck. Am 17.3., 10:00 lag der Kurs bei 1,71 Euro je Aktie. Noch am 28.2.2020 lag der Kurs noch bei 3,37 Euro. Vapiano war als einziges deutsches Gastronomie-Unternehmen im Juni 2017 an die Börse gegangen. Der Ausgabepreis der Aktie lag bei 23 Euro.
Über Vapiano weltweit
Zum 30. September 2019 war Vapiano weltweit mit 235 Restaurants präsent. Davon betrieb der Konzern 144 Restaurants in Eigenregie, weitere 91 Restaurants wurden durch Franchisenehmer geführt. In den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2019 kamen netto vier Restaurants neu hinzu: heißt, fünf Schließungen wurden durch neun Neueröffnungen kompensiert. Für die Eröffnung neuer Restaurants und in die Umgestaltung bestehender Restaurants investierte der Konzern in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 25,2 Mio. Euro, die vor allem mit Fremdkapital finanziert wurden.


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