Verein GemüseAckerdemie

Projekt Grünes Klassenzimmer setzt Zeichen

Juliane Kästner vom Verein GemüseAckerdemie bespricht mit der Wolpertshausener Grundschulrektorin Brigitte Gronbach das weitere Vorgehen.
BESH
Juliane Kästner vom Verein GemüseAckerdemie bespricht mit der Wolpertshausener Grundschulrektorin Brigitte Gronbach das weitere Vorgehen.

im Grünen Klassenzimmer der GemüseAckerdemie in Wolpertshausen bauen die Kinder ihr eigenes Gemüse an, beackern den Boden, pflegen und ernten das Gemüse. Sie erleben den natürlichen Kreislauf eines Ackerjahres mit allen Sinnen.

Das Grüne Klassenzimmer steht am Regionalmarkt Hohenlohe der Bäuerlichen Erzeugergemeinschaft Schwäbisch Hall (BESH). Der Verein GemüseAckerdemie unterstützt das Projekt der Grundschule Wolpertshausen, des Fördervereins Grundschule Wolpertshausen und der Bäuerlichen Erzeugergemeinschaft Schwäbisch Hall (BESH). 

Tatsache ist: Kinder haben immer weniger Kontakt und Bezug zur Natur, sowohl zu Hause als auch in Kitas und Schulen. Nur wenige Kinder wissen, wo ihre Lebensmittel herkommen oder haben schon einmal selbst Gemüse angebaut. In Deutschland werden über 30 Prozent der Lebensmittel weggeworfen, Übergewicht und Diabetes nehmen bei Kindern kontinuierlich zu. Probleme, die bereits im Jahr 2007 die Wolpertshausener Grundschulrektorin Brigitte Gronbach und Rudolf Bühler von der BESH zur Gründung des Grünen Klassenzimmers bewogen haben. In den Jahren haben die Beteiligten viel Erfahrung gewonnen, der Verein GemüseAckerdemie unterstützt die Lehrkräfte nun zudem mit didaktischem Material.

Ernte wird in Küche verarbeitet

Der Corona-Einschränkungen wegen sind derzeit die Möglichkeiten begrenzt, die Kinder einzubinden. Die Pläne der Rektorin und des Mohrenköpfle-Chefkochs Maximilian Korschinksy, das Geerntete gemeinsam mit den Kindern zu verkochen, müssen vorerst aufs Eis gelegt werden. Vielleicht lässt sich der angepeilte Gemüseverkauf direkt vom Acker durch die Kinder realisieren.

Mit kleinen Filmen und Fotos hält Rektorin Gronbach daher ihre 80 Grundschulkinder über das Programm Microsoft Teams auf dem Laufenden, was sich auf dem Acker tut. Die Digitalisierung ist für die Pädagogin Segen und Fluch zugleich: „Wir haben es vom ersten Tag nach der Schulschließung an geschafft, alle Kinder online zu erreichen“, sagt die Rektorin nicht ohne Stolz und setzt hinzu: „Zugleich bildet das Projekt für die Kinder einen wichtigen Gegenpol zum Computer.“


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