Verkauf des Filialennetzes

Russland-Aus kostet McDonald's über 1 Mrd. US-Dollar

Russlands älteste McDonald's-Filiale am Puschkin-Platz. Das Ende des Russland-Geschäftes kostet den Konzern viel Geld.
IMAGO / ITAR-TASS
Russlands älteste McDonald's-Filiale am Puschkin-Platz. Das Ende des Russland-Geschäftes kostet den Konzern viel Geld.

Anfang März hatte McDonald's als Reaktion auf den russischen Einmarsch in die Ukraine alle Filialen in Russland geschlossen. Nach über 30 Jahren in dem Land, will der Konzern die Filialen nun an einen russischen Käufer verkaufen, wie der Konzern am Montag in Chicago mitteilte.

Die US-Fast-Food-Kette McDonald's gibt infolge des russischen Krieges gegen die Ukraine ihr Geschäft in Russland auf. Das Unternehmen sei zum Schluss gekommen, dass das Eigentum an den russischen Aktivitäten nicht mehr haltbar und auch nicht mehr im Sinne der Unternehmenswerte sei.

Bereits am 8. März hatte das Unternehmen angekündigt, die Restaurants im Land vorübergehend zu schließen. Die Markensymbole soll der neue Besitzer der Restaurants nicht weiter nutzen können.

Abschreibungen und Fremdwährungsverluste

Für den Rückzug aus Russland wird McDonald's nach eigenen Angaben Sonderkosten in Höhe von 1,2 bis 1,4 Milliarden US-Dollar verbuchen, unter anderem für Abschreibungen und Fremdwährungsverluste.

In Russland alleine arbeiten 62.000 Menschen für den Fast-Food-Riesen. Im Oktober 2021 gab es in Russland geschätzt 815 McDonald's RestaurantsVor 30 Jahren eröffnete das erste am Moskauer Puschkinplatz.

Das Ende einer Ära

"Das Bild der Goldenen Bögen, die über dem Puschkin-Platz leuchten, läutete für viele Menschen auf beiden Seiten des Eisernen Vorhangs den Beginn einer neuen Ära ein", schrieb McDonald's Geschäftsführer Chris Kempczinski in einer Mitteilung an die Mitarbeiter.

"Einige mögen argumentieren, dass es sicher richtig ist, den Zugang zu Nahrungsmitteln zu gewährleisten und Zehntausende von Bürgern weiter zu beschäftigen", so Kempczinski. "Aber es ist unmöglich, die durch den Krieg in der Ukraine verursachte humanitäre Krise zu ignorieren. Und es ist unmöglich, sich vorzustellen, dass die Goldenen Bögen dieselbe Hoffnung und dasselbe Versprechen repräsentieren, das uns vor 32 Jahren zum Eintritt in den russischen Markt veranlasste."


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