Vivanti

Frische Konzept-Offensive geht auf

Abwechslung pur: verschiedene Tisch- und Polstergruppen und bis zu 15 Gerichte täglich.
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Abwechslung pur: verschiedene Tisch- und Polstergruppen und bis zu 15 Gerichte täglich.

Mit einem neuen Business-Konzept haben Vivanti-Inhaber Werner und Sandra Echsle die unternehmerische Offensive gesucht. Der Name ihres Restaurants für Arbeitnehmer in einem Gewerbegebiet ist Programm. Das Fresh Inn setzt auf Vielfalt und Frische.

Das Pilot-Restaurant Fresh Inn in einem Gewerbegebiet bei Pforzheim begrüßt täglich 700 Gäste, überwiegend Angestellte in einem Gewerbepark nahe Pforzheim. Ein dortiges Unternehmen hat zu seinen Betriebs- und Verwaltungsgebäuden einen freistehenden Komplex für die Verpflegung seiner Mitarbeiter errichtet und ausgestattet. Auch Angestellte umliegender Firmen nutzen das Restaurant. Verpflegungskonzept und Management wurden an Vivanti outgesourct.

Neues ausprobieren

Der Pilotbetrieb in Pforzheim unterscheidet sich im unternehmerischen Ansatz vom bisherigen Vivanti-Franchising-Modell mit lokalen Partnern in ganz Deutschland. Systemgastronomisch ähnlich aufgestellt, betreibt das Inhaber-Ehepaar hier jedoch ein öffentliches Betriebsrestaurant, wochentags zwischen 7 und 16 Uhr. Das unternehmerische Risiko hält sich durch den sogenannten „Ankerkunden“ in Grenzen. Er subventioniert das Mittagessen seiner Mitarbeiter, abgerechnet über das bargeldlose Kartenzahlsystem. Alle weiteren Umsätze gehen auf das Vivanti-Konto.

Zentrale Küche für weitere Kunden

Von der großen Küche aus beliefert der Profi-Caterer vier weitere Kunden in der Umgebung per Cook & Chill. Um die Küchenkapazität von 3.000 Essen täglich zu nutzen, sollen langfristig bis zu zehn Locations von hier aus bedient werden. Zudem werden Restaurant und Küche von Vivanti für Schulungen und Fortbildungen ihrer Teams aus ganz Deutschland genutzt.

American Diner Ambiente

Viel Luft und Raum, hohe Decken und eine Garderobe, die das Interieur vom Eingang und den Ladestationen für die Zahlkarten abschirmt. Das Mobiliar bietet Nischen, Vierertische mit Raumteilern und eine Vorstands-Lounge zur rückwärtigen Grünfläche hin. Polsterbänke wechseln mit hohen Bartischen ab. Im Sommer lädt neben dem Eingang eine Sonnenterrasse zum Verweilen ein. Die Ausgabe-Counter im Free-Flow-System gruppieren sich entlang der einzigen geschlossenen Seite. „Bei uns soll jeder das Richtige für sich finden“, lautet die Echsle-Devise. Betriebsleiterin Dayana Busch und ihr Team bieten täglich zehn bis 15 Gerichte an: Asia-Spezialitäten aus dem Wok, Herzhaftes von der Grillstation, Pizza aus dem Drehofen und frische Pastagerichte und natürlich traditionell regionale Küche. An insgesamt sieben Countern wird soweit möglich frisch mit regionalen Produkten vor den Augen der Gäste gekocht.

Fresh Inn, Vivanti: Frisches Business-Konzept


Geschickte Mischkalkulation

„Das Mittagessen ist maximal kostendeckend“, stellt Werner Echsle wie viele andere Gastronomen fest. Deckungsbeiträge bringen Frühstück, Snacks, Kaffeebar und Konferenzcatering sowie Sonderveranstaltungen. Die 480 Restaurantplätze werden schnell frei und bis zu dreimal zur Mittagszeit belegt. In den vier Meetingräumen im Obergeschoss sowie 24 in den Verwaltungsgebäuden des Auftraggebers wird ausschließlich Fingerfood gereicht.

Gutes Pausen- und Arbeitsklima

Damit schmutziges Geschirr weder optisch noch akustisch das Pausenfeeling stört und für die Gäste keine doppelten Wege anfallen, wird es auf dem Weg nach draußen auf eine Bandanlage abgestellt. Die bringt es zur Spülanlage im Untergeschoss neben der geräumigen Küche. Die Hanglage hat der Küche eine raumbreite Fensterfront zum Hof beschert. Arbeiten bei Tageslicht – ein Standort-Vorteil bei der Suche nach qualifizierten Köchen. „Bei uns kann sich jeder weiterentwickeln. Wir bieten Schulungen und praktisches Know-how an.“ Quereinsteiger aus anderen Dienstleistungsbranchen sind herzlich willkommen und bringen es bis zur Verantwortung für einen Counter. Zehn Prozent der Vivanti-Köche sind Frauen, die vier bis fünf Azubis müssen drei Monate in die freie Gastronomie und einen Monat in der Verwaltung erfahren, worauf es ankommt.

Fortsetzung folgt

Zwei weitere Standorte in Karlsruhe und Maisach bei München sind bereits in Betrieb. Mit dem nächsten Projekt wollen die Echsles unternehmerisch noch einen Schritt weiter gehen und die gesamte Infrastruktur in die eigenen Hände nehmen. „Das Drehbuch für die Fortsetzung unserer Vivanti-Geschichte haben wir. Jetzt sind wir auf das nächste Kapitel gespannt,“ freuen sich Sandra und Werner Echsle auf die nächsten Steps ihres Business-Konzepts.

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