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Catering-Sparte verliert Umsatz

Ralf Hempel, Vorsitzender der Geschäftsführung der Wisag Facility Service Holding GmbH, stellte die Geschäftsentwicklung 2018 in Frankfurt am Main vor.
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Ralf Hempel, Vorsitzender der Geschäftsführung der Wisag Facility Service Holding GmbH, stellte die Geschäftsentwicklung 2018 in Frankfurt am Main vor.

Die Wisag Facility Service Holding GmbH mit Sitz in Frankfurt am Main ist im Geschäftsjahr 2018 erneut solide gewachsen. Der Umsatz stieg um rund 5,3 Prozent auf 1,124 Milliarden Euro. Während der Multidienstleister in der Sparte Gebäudereinigung ein deutliches Umsatzplus von 7,7 Prozent verzeichnete, gab es beim Catering ein Minus von 2,7 Prozent.

Grundsätzlich hätte sich auch das Catering positiv entwickelt, erläutert Ralf Hempel, Vorsitzender der Geschäftsführung der Wisag Facility Service Holding GmbH. Die Schließung von Flüchtlingseinrichtungen, in denen die Wisag für das Catering verantwortlich war, hätte sich allerdings auf den Gesamtumsatz ausgewirkt.

Der Immobilienspezialist beschäftigte im Jahresdurchschnitt rund 32.500 Mitarbeiter, knapp 400 mehr als im Vorjahreszeitraum. Die einzelnen Dienstleistungssparten entwickelten sich dabei unterschiedlich: Facility Management plus 2,7 Prozent, Gebäudetechnik plus 5,5 Prozent, Gebäudereinigung plus 7,7 Prozent, Sicherheit & Service plus 2,7 Prozent, Garten- & Landschaftspflege plus 16,9 Prozent. Lediglich das Catering weist mit minus 2,7 Prozent einen Umsatzrückgang aus.
Die Geschäftszahlen für das Jahr 2018.
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Die Geschäftszahlen für das Jahr 2018.

„Wir sind erneut solide gewachsen und mit der Entwicklung sehr zufrieden“, resümiert Ralf Hempel. Positiv stimme ihn auch der spürbare Trend, dass Kunden wieder größeren Wert auf eine längerfristige Zusammenarbeit legen. Hempel: „Wir beobachten immer häufiger, dass Auftragsvergaben nicht mehr von der Preisfrage dominiert werden.“ Hier könne die Wisag als Familienunternehmen vor allem mit ihrer stabilen Eigentümerstruktur, ihrem Qualitätsanspruch und ihrer hohen Eigenleistungsquote bei Kunden punkten.

Attraktive Arbeitsplätze gefragt

Ralf Hempel führt das veränderte Bewusstsein der Kunden vor allem auf den steigenden Arbeitskräftemangel zurück. Im Wettbewerb um die immer knappere Zahl von Arbeitskräften werde ein attraktiver Arbeitsplatz mit Wohlfühlcharakter stetig relevanter. Mit den Wisag-Dienstleistungen und Services rund um die Immobilie trage man entscheidend dazu bei, dass die Kunden Arbeitsplätze mit einem höheren Wohlfühlfaktor anbieten können.

Digitalisierung Top-Thema

Zu den Top-Themen auf der Wisag-Agenda gehöre aktuell die Digitalisierung. Hier hat das Unternehmen laut eigenen Angaben seine Aktivitäten 2018 intensiviert und erweitert. Die technologischen Möglichkeiten seien vielfältig, die Erwartungen hoch, sagt Hempel. An vielen Stellen ergeben sich aus seiner Sicht Möglichkeiten, bestehende Produktwelten zu ergänzen, weiterzuentwickeln und Kundenbeziehungen zu vertiefen. 

Seit vergangenem Jahr baut der Multidienstleister deshalb ein Team für „Digitale Transformation & Innovation“ auf. Derzeit vernetzt sich das Unternehmen mit Kunden, Lieferanten, Technologieunternehmen, Start-ups und Bildungseinrichtungen und entwickelt sukzessive ein digitales Ökosystem.

App für Mitarbeiter lanciert

Die eigene Belegschaft spiele bei der Digitalisierung eine zentrale Rolle. Aus diesem Grund hat der Immobilienspezialist 2018 eine Mitarbeiter-App gestartet. „Rund 80 Prozent unserer mehr als 32.000 Mitarbeiter sind nicht an unser Firmennetzwerk angeschlossen und damit weder per E-Mail noch Intranet erreichbar“, erläutert Ralf Hempel. Mit der App stehe nun erstmals ein digitaler Kanal zur Verfügung, über den alle Mitarbeiter ins Geschehen einbezogen werden könnten.

Über Wisag Facility Service
Das Kerngeschäft der Wisag Facility Service sind technische und infrastrukturelle Dienstleistungen für Immobilien: Facility Management, Gebäudetechnik, Gebäudereinigung, Sicherheit & Service, Catering, Garten- & Landschaftspflege sowie Consulting & Management. Für unterschiedliche Segmente bietet der Immobilienexperte spezielle Servicepakete an. So zum Beispiel für das Gesundheits- und Sozialwesen, für Hotels, Logistik, Retail Service, Shopping Center und für die Wohnungswirtschaft. Mit mehr als 19.800 Kunden, rund 32.500 Mitarbeitern und einem Umsatz von 1,124 Mrd. Euro im Jahr 2018 ist das Unternehmen einer der führenden Facility-Service-Anbieter in Deutschland. Das Unternehmen ist Teil der Wisag Gruppe, die mit knapp 50.000 Mitarbeitern an mehr als 250 Standorten im In- und Ausland aktiv ist.


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