WM in Katar

200 Kneipen boykottieren Public Viewing

Immer mehr Kneipen boykottieren die WM in Katar.
Imago / Moritz Müller
Immer mehr Kneipen boykottieren die WM in Katar.

Knapp 200 Kneipen sind Teil einer Protestbewegung und entscheiden sich gegen das Public Viewing der WM und bereiten stattdessen ein Alternativprogramm mit Konzerten und Lesungen vor.

Zahlreiche Kneipenbesitzer haben sich gegen eine Übertragung der Fußball-WM-Spiele in ihren Lokalen entschieden. "Bald sind es 200 Kneipen, die uns mitgeteilt haben, dass sie keine WM-Spiele zeigen werden", schreibt die Initiative "Boycott Qatar 2022" auf Twitter. Weitere Gaststätten, die sich dem Protest anschließen wollten, könnten sich über die Internetseite melden und in die Liste aufnehmen lassen, heißt es auf der Webseite der Protestbewegung. Auch die Craft-Beer-Brauer von BRLO zeigen trotz zu erwartenden Umsatzeinbußen keine Spiele. 

In vielen Kneipen sollen Wirte stattdessen ein Alternativprogramm anbieten, heißt es in einem weiteren Tweet. So etwa in der Bar "Fargo" in Berlin. Auf der Internetseite der Kneipe teilen die Betreiber mit: "Auch wir boykottieren die Fußballweltmeisterschaft in Katar." Doch daheim sollen die Gäste nicht bleiben. "Damit uns trotzdem nicht langweilig wird, haben wir im Fargo ein alternatives Programm für euch vorbereitet." Konzerte, Vorträge, Kickerturniere und Lesungen sollen die Leute dann in das Lokal locken.

Ähnlich sehe das in der Kölner Bar "Lotta" aus. Bisher habe man die Spiele der WM dort mit abnehmender Begeisterung gezeigt, heißt es auf der Webseite. "Doch mit der Vergabe der WM nach Katar ist uns endgültig die Laune vergangen." Es gebe mehr als genug Gründe, um den Fernseher auszulassen, schreiben die Betreiber. Die Folge: "Dieser WM werden wir mit Public Viewing keine Bühne bieten." 

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