Waldstadion Frankfurt

Aramark raus, Frankfurter Jungs rein

Die Vier vom Waldstadion: Florian Schütz, KP Kofler, Stefan Weber und Michael Weigel (v.l.).
Anja Hahn
Die Vier vom Waldstadion: Florian Schütz, KP Kofler, Stefan Weber und Michael Weigel (v.l.).

Die Frankfurter Eintracht ist auf dem aufsteigenden Ast - mit dem Sieg in Leipzig ist der Platz im Mittelfeld erst einmal gesichert. Im Bereich des Stadion-Caterings geht der Traditionsverein jetzt neue Wege. Weg vom Großcaterer Aramark und hin zur neu gegründeten Supreme Sports Hospitality Frankfurt GmbH.

Hinter der neu gegründeten GmbH stehen die "Frankfurter Jungs" Stefan Weber und Michael Weigel, die Gründer und geschäftsführenden Gesellschafter der Casualfood GmbH und KP Kofler. "Zum ersten Mal werden hier die Kompetenzen der Hochfrequenz-Gastronomie und der Kulinarik bei internationalen und hochwertigen Sportevents vereinigt, um dem Besucher im Stadion ein ganzheitliches Fooderlebnis zu präsentieren", erklärt Stefan Weber.

Über die Supreme Sports Hospitality Frankfurt GmbH

Die Supreme Sports Hospitality (SSH) wurde 2019 gegründet und bündelt die Kompetenzen aus zwei Bereichen – der Verkehrsgastronomie an Hochfrequenzstandorten und dem Erfahrungsschatz bei der kulinarischen Umsetzung internationaler Sportgroßevents.

Weber, Weigel und Kofler halten 75 Prozent an der neuen Gmbh, die ihren Sitz in der Commerzbank Arena (früher Waldstadion) haben wird. Die restlichen 25 Prozent liegen bei Ari Bizimis, der schon zu den Gründern von Casualfood gehörte. Der gastronomische Betrieb des Stadions soll auf ein neues Level gehoben werden. "Wir verstehen unser Modell auch als Blaupause für weitere Stadien", erklärt Weber. Der Adler wird in diesem Konzept eine zentrale Rolle spielen, ob an den Kiosken oder im Business und VIP-Bereich.
„Wir haben spannende Ideen, mit denen wir die Frankfurter und alle Gäste des Stadions begeistern werden“
KP Kofler, Gesellschafter Supreme Sports Hospitality Frankfurt GmbH
In einem ersten Schritt werden Abläufe bei den Events mit dem Ziel überarbeitet, die Wartezeiten der Gäste stark zu reduzieren. Die Geschäftsführung übernimmt Florian Schütz, der bis dahin als General Manager für das Hotel Sofitel an der Frankfurter Oper tätig ist und ebenfalls ein Frankfurter Bub ist.

600 Arbeitskräfte

Spätestens zum 1. August wird die neue GmbH ihr Können im Waldstadion unter Beweis stellen. Für das Catering eines Spieltages im Stadion braucht es rund 600 Arbeitskräfte. Weber und Weigel haben aber bereits bei der Casualfood, mit der sie elf Konzepte deutschlandweit betreiben, unter Beweis gestellt, dass sie im Recruiting einsame Spitzenklasse sind.
Der Vertrag mit der Eintracht läuft 10 Jahre plus Option. Er umfasst alle Heimspiele der Eintracht und fast alle Sonderveranstaltungen wie Konzerte oder Business-Meetings. Die Supreme Sports Hospitality Frankfurt GmbH setzte sich im Ausschreibungsverfahren gegen 15 weitere Bewerber durch. Man rechnet mit einem Jahresumsatz von rund 15 Mio. Euro.


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