Preis "Zu gut für die Tonne!"

Diese Konzepte bekämpfen Foodwaste

In fünf Kategorien wird der Bundespreis "Zu gut für die Tonne!" gegen Foodwaste jährlich vergeben – 2020 zum ersten Mal nicht live.
BMEL/Janine Schmitz/Photothek.net
In fünf Kategorien wird der Bundespreis "Zu gut für die Tonne!" gegen Foodwaste jährlich vergeben – 2020 zum ersten Mal nicht live.

Der Bundespreis "Zu gut für die Tonne!" des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) in der Kategorie Gastronomie geht 2020 in die Gemeinschaftsgastronomie. Dies steht bereits vor der entgültigen Jury-Entscheidung fest. Jedoch können die Preise aufgrund der Corona-Pandemie in diesem Jahr nicht wie geplant am 6. Mai im Rahmen einer Abendveranstaltung verliehen werden. Bundesministerin Julia Klöckner setzt auf Social Media.

Als die kreativsten Kämpfer gegen Foodwaste der Kategorie Gastronomie sind im Jahr 2020 ausschließlich Konzepte der Gemeinschaftsverpflegung nominiert:
  • Betriebsgastronomie der MAN Energy Solutions SE für "Foodversity"
  • Mitarbeiter-Restaurant der Landessparkasse zu Oldenburg für "Reste.Retter. viel zu schade für die Tonne."
  • Bio-Frischküche Stefan Gerhardt, Mensa IGS Sassenburg und Mensa Wilhelm-Bracke-Gesamtschule Braunschweig für "Ganzheitliches Schulmensakonzept + Ernährungsbildung"

Algorithmen gegen Foodwaste

Erneut nominiert in der Kategorie Digitalisierung ist mit der Anti-Foodwaste-Software des Start-ups Delicious Data ebenfalls ein Projekt der Gemeinschaftsgastronomie.  "Gemeinsam gegen Überproduktion in Mensen mit Hilfe von künstlicher Intelligenz" lautet der Titel. Die KI-Lösung konkurriert mit "Meal Prep Chef" von Svenja Janorschke, Verena Krewerth und Jan Winkels aus Frankfurt am Main sowie "FreshIndex, das dynamische Haltbarkeitsdatum" der Tsenso GmbH, Stuttgart. In weiteren Kategorien sind Ernteprojekte, Ernährungsbildungs- sowie Veggie-Konzepte nominiert.

Würdigung im Social-Media-Netz

Bundesernährungsministerin Julia Klöckner bei der Preisverleihung 2019.
BMEL/JANINE SCHMITZ/PHOTOTHEK.NE
Bundesernährungsministerin Julia Klöckner bei der Preisverleihung 2019.
Da die Bundesernährungsministerin die Sieger des Wettbewerbs in diesem Jahr nicht wie geplant am 6. Mai live würdigen kann, setzt sie in Corona-Zeiten auf eine virtuelle Lösung. Julia Klöckner ruft Interessierte auf, die Ehrung und Bekanntgabe der Gewinnerprojekte am 28. Mai online zu verfolgen: "Folgen Sie uns auf Twitter unter @BMEL@ZgfdT und auf Instagram sowie unter zugutfuerdietonne.de und begeben Sie sich virtuell mit uns zu den diesjährigen Nominierten." 
Der BMEL-Bundespreis "Zu gut für die Tonne!" wird in diesem Jahr zum fünften Mal vergeben. Das Ministerium zeichnet damit herausragende Projekte und ihre Ideengeber aus, die dazu beitragen, Lebensmittelverschwendung zu reduzierenIn den fünf Kategorien Handel, Gastronomie, Landwirtschaft & Produktion, Gesellschaft & Bildung sowie Digitalisierung sind jeweils bis zu drei Unternehmen oder Initiativen nominiert. Zur siebenköpfigen Fachjury unter dem Vorsitz der ehemaligen Präsidentin der Welthungerhilfe Bärbel Dieckmann gehören u.a. die Hauptgeschäftsführerin des Dehoga Bundesverbandes Ingrid Hartges, Sternekoch und Moderator Christian Rach sowie Christoph Minhoff, Hauptgeschäftsführer der Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie (BVE). 

Reste verwerten

Die Website "Zu gut für die Tonne!" vermittelt viel Wissen über die Produktion und Verwertung von Lebensmitteln und gibt Tipps, wie man die Verschwendung durch gut geplanten Einkauf und Reste-Rezepte minimieren kann. Dazu gehören diverse Videos sowie die Beste Reste-App für mobile Endgeräte. Sie enthält derzeit 550 Rezepte von Sterneköchen und prominenten Kochpaten wie Sarah Wiener, Johann Lafer oder Schauspieler Daniel Brühl und wächst stetig weiter.

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