Top Eigenregie 2017

Weniger Gäste – höherer Bon

Merck

Mit einem leichten Plus von 1,2 Prozent (Vj. -2,3%) stoppen die Top 10 Eigenregie den Abwärtstrend der letzten Jahre. Insgesamt kommen die 40 befragten Entscheider auf 773,6 Mio. Euro Nettoumsatz (+1,4 %) mit 578 Betrieben.

Signifikant ist der Wegfall von rund 1,3 Mio. Gästen zur Mittagszeit. Die Exklusiv-Analyse wurde von der Wirtschaftsfachzeitschrift gv-praxis erhoben. Insgesamt wurden 671 Betriebseinheiten erfasst, davon werden 578 in Eigenregie geführt.


Unangefochten bleibt das Segment Hauptverpflegung mit knapp 45 Prozent der wichtigste Umsatzträger, aber das Erlösplus von 2,9 Prozent liegt deutlich unter dem Vorjahreswert von 4,8 Prozent. In 2017 klettert der Durchschnittsbon in den befragten Eigenregie-Unternehmen um elf Cent (Vj. 9 Cent). Das ist ein Plus von 2,8 Prozent (Vj. 2,4%). Der neue Wert: 4,04 Euro (Vj. 3,93 €).

Die Gästezahlen in der Mittagsverpflegung fallen um 1,6 Prozent. Weniger Gäste zum Vorjahr melden 25 Unternehmen. Spitzenreiter ist hier Volkswagen mit 275.000 (-4 %) weniger Gästen in der Mittagsverpflegung.

Wenn wir die internen VW-Kundenzahlen über 24 Stunden mit dem Vorjahr vergleichen, wird das Minus sogar noch größer: 640.000 weniger Gäste in zwölf Monaten. Auch bei der Lufthansa sanken die Gästezahlen um 200.000 (Vj. 300.000). Ulrich Leidorf, Geschäftsführer LZ-Catering: „Das Home-Office-Angebot an Mitarbeiter und Vertragspartner ist spürbar."

Fakt ist: Diverse Strukturmaßnahmen und die Folgen der Arbeitszeitflexibilisierung setzen die Branche weiter unter Druck. Gleichzeitig wird immer wieder betont, dass der Gast bereit ist, für gute Qualitäten mehr zu bezahlen.

Top Eigenregie 2017

Quelle: gv-praxis 06/2017 (* ohne verrechnete Unternehmenszuschüsse, nur Eigenregie, ohne MwSt., 1) Schätzwert)
Rg.Rg. VJUnternehmenUmsatz* '17 in Mio. €  Entwicklung zu '16
11Daimler, Stuttgart105 1 -0,9
22Volkswagen, Wolfsburg98,9 -0,9
33BMW, München64,9 3,3
44Siemens, Berlin61,9 1,5
55Audi, Ingolstadt54,5 0,0



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