Interview | Deutsches Studentenwerk

"Essen kann man nicht digitalisieren"

DSW-Generalsekretär Matthias Anbuhl: "Die Studenten- und Studierendenwerke haben in der Pandemie ihre Anpassungsfähigkeit und Flexibilität unter Beweis gestellt und die Krise mit gelungenen innerbetrieblichen Maßnahmen und besonderen Angebotskonzepten für die Studierenden gut bewältigt."
Kay Herschelmann
DSW-Generalsekretär Matthias Anbuhl: "Die Studenten- und Studierendenwerke haben in der Pandemie ihre Anpassungsfähigkeit und Flexibilität unter Beweis gestellt und die Krise mit gelungenen innerbetrieblichen Maßnahmen und besonderen Angebotskonzepten für die Studierenden gut bewältigt."

Seit Oktober ist Matthias Anbuhl Generalsekretär des Deutschen Studentenwerks (DSW) in Berlin. Wie beurteilt der "Neue" die Aufgaben des Dachverbandes unter dem Einfluss der Corona-Pandemie? Seine Einschätzungen und Vorhaben im Exklusiv-Interview mit gv-praxis.

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Drei Semester ohne Präsenzveranstaltungen. Wie hat der Dachverband der 57 Studierenden- und Studentenwerke die Organisationen vor Ort unterstützen können?
Matthias Anbuhl: Die Pandemie war und ist die Stunde des Verbands. Wir haben sofort eine verbandsinterne Online-Informations- und Austausch-Plattform aufgesetzt, um unsere Mitglieder tagesaktuell zu informieren. Außerdem haben wir den intensiven Austausch der Studierendenwerke untereinander über neue digitale Instrumente noch ausbauen können. Die Hilfsbereitschaft, die Solidarität und die Bereitschaft der Studierendenwerke, Materialien, Erfahrungen, Ideen zu teilen, hat in der Pandemie noch weiter zugenommen.

Finanzhilfen für Studierende

Hinzu kam, dass wir gemeinsam für die Bundesregierung deren Online-Zuschuss-Überbrückungshilfe für Studierende in pandemiebedingter Notlage quasi über Nacht ins Leben gerufen und fast eineinhalb Jahre lang umgesetzt haben. So ein Großprojekt schweißt enorm zusammen. Es hat unsere Systemrelevanz fürs deutsche Hochschulsystem eindrucksvoll unter Beweis gestellt.

Hat sich die Rolle des DSW durch die Lockdowns verändert?
Ich denke, als Dienstleister, politischer Radar und politische Lobbyorganisation für unsere Mitglieder haben die Lockdowns unsere Rolle gestärkt. Als Anwalt für die sozialen Interessen der rund 2,9 Millionen Studierenden standen wir politisch, nicht zuletzt mit der Überbrückungshilfe, sehr im Scheinwerferlicht, und wir setzen uns auch weiterhin stark dafür ein, dass Studierende in der Pandemie wahrgenommen werden. Wir brauchen mehr bezahlbaren Wohnraum, hochschulgastronomische Einrichtungen als soziale Begegnungs- und Lernorte, eine grundlegende BAföG-Reform sowie einen Ausbau der psychosozialen Beratung.

Welche Ziele Matthias Anbuhl besonders am Herzen liegen, und wie die Hochschulgastronomie der Zukunft organisiert sein könnte, erfahren gv-praxis-Abonnenten im Dezember-Heft.  Jetzt im E-Paper lesen

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