Interview Amrest CDO

Volle Kraft voraus

Jerzy Tymofiejew ist seit 2013 bei Amrest, heute als Chief Development Officer.
n.figlewicz
Jerzy Tymofiejew ist seit 2013 bei Amrest, heute als Chief Development Officer.

Innerhalb der vergangenen zwei Jahre hat Amrest seine Storezahlen fast verdoppelt (aktuell: 2.300) und seine Präsenz von 13 auf 26 Länder gesteigert. Chief Development Officer Jerzy Tymofiejew über Chancen und Herausforderungen globaler Expansion.

Dieser Text ist ein Exzerpt. Das vollständige Interview lesen Sie in der Novemberausgabe der foodservice.

Herr Tymofiejew, Amrest gilt heute als Inbegriff der Expansion in der europäischen Foodservice-Welt. Was waren zentrale Meilensteine auf diesem Weg?
Einer der wichtigsten Schritte für uns als Unternehmen war, unsere Aktivitäten in Westeuropa auszuweiten. Wir waren zwar bereits seit 2011 in Spanien präsent – dank unserer Akquise der Restauravia-Gruppe, die das Casual-Dining-Konzept La Tagliatella mit 105 Units betrieb – aber in anderen Teilen Westeuropas hatten wir bis zur Übernahme des Starbucks Business in Deutschland 2016 kein operatives Geschäft. Unser nächster Schritt im Rahmen dieser Expansion war der Einstieg als Master-Franchisenehmer von KFC und Pizza Hut in Deutschland und Frankreich. Beides sind sehr fordernde Märkte hinsichtlich der Lohnkosten, gesetzlichen Bestimmungen, Investitionen sowie des generellen Geschäftsmodells.

Über Amrest Holding SE
Amrest ist eine der größten öffentlich gelisteten Restaurantgruppen in Europa. 2018 generierte die Holding mit Sitz in Madrid (seit Nov. 2018) einen Umsatz von 1.546 Millionen Euro (+25%). Aktuell zählt das Unternehmen fast 2.300 Restaurants in 26 Ländern. 280 davon kamen 2018 hinzu, davon 239 durch Akquisitionen. Das Amrest Markenportfolio umfasst neun hoch profilierte Marken: KFC, Pizza Hut, Burger King, Starbucks (Franchise & Joint Venture-Partnerschaft), La Tagliatella, Blue Frog, Kabb, Bacoa, und Sushi Shop (100%iger Eigentümer).

2017 betrieb Amrest 1.200 Restaurants in 13 Ländern. Heute sind es fast 2.300 in 26 Ländern. Gibt es für jedes Land eine differenzierte Strategie?
Die meisten unserer neuen Ländermärkte kamen mit der Aufnahme von Sushi Shop in unser Portfolio, darunter auch die Schweiz, Italien, UK, Belgien, Holland, aber auch die Emirate und Saudi-Arabien. Christopher Jones wurde von uns zum Sushi- Shop-Präsidenten ernannt und wir sind sicher, dass die Marke unter seinem Management den Gästen weiterhin bestes Premium-Sushi bieten wird. Um das Franchise-Business von Starbucks Deutschland und KFC in Deutschland und Frankreich zu erwerben, mussten wir natürlich spezifische Wachstumspläne für jede Marke und jeden Markt entwickeln. Unser Franchise-Vertrag verpflichtet uns, jedes Jahr eine festgelegte Zahl an Stores zu eröffnen. Mit diesem Ziel vor Augen haben wir einen Businessplan entwickelt, mit dem wir gesunde Ebitda-Werte erreichen wollen.


Haben Sie Ihre Ziele erreicht?
Wir sind auf dem richtigen Weg, aber es gibt noch einiges zu tun. Deutschland ist ein schwieriger Markt, vor allem aufgrund der zahlreichen Mitbewerber. Daher konzentrieren wir uns auf die Umsetzung unserer Strategie, die es uns erlaubt, unsere Marken von anderen abzuheben.

Im vollständigen  Interview spricht Tymofiejew unter anderem über Wachstumspotenziale, schwierige Märkte und die Marschrichtung in naher Zukunft. Noch kein Abo? Hier geht es zum Probe-Abo.


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