Interview Andreas Ekström

Digitalisierungs-Experte fordert analoge Momente

Andreas Ekström ist schwedischer Journalist und Experte für die Digitalisierung.
Rikard Westman
Andreas Ekström ist schwedischer Journalist und Experte für die Digitalisierung.

Andreas Ekström ist Journalist und Digitalisierungs-Experte. Sein Anliegen: die Welt mit technischen Möglichkeiten besser machen. Wir haben mit ihm gemeinsam in die Glaskugel geschaut und ihn zur digitalen Zukunft der Gastronomie befragt.

Wie könnte man die ‚Nutzerfreundlichkeit‘ von Restaurants mithilfe der Digitalisierung verbessern?

Interessanterweise ist essen zu gehen der Teil meines Lebens, in dem ich am wenigsten ’digital’ bin. Natürlich lege ich auch mal mein Handy auf den Tisch, aber grundsätzlich sind Restaurantbesuche Familienzeit. Einer der letzten Bereiche für analoges Leben für viele Menschen. Mein Plädoyer: Liebe Gastronomen, stresst euch nicht mit digitalen Spielereien! Konzentriert euch auf das Grundsätzliche: Pflegt eure Website, ja. Und antwortet auf die Fragen eurer Gäste sei es am Telefon oder per E-Mail.


Also: bleibt analog?

Ein Stück weit, ja. Kochen und Essen sind extrem analog. Wer ein Essen serviert, serviert auch ein Erlebnis. Und ein Esserlebnis ist eben immer sehr analog.

Es reicht ja schon, dass heute jeder Teller fotografiert und auf Instagram geteilt wird ...

Ja, absolut. Wenn man unseren Großeltern erzählte, dass wir andauernd unser Essen knipsen und an unsere Freunde schicken, würden sie verwundert fragen: Wozu? Aber es zeigt den Stellenwert, den Essen heute hat. Und es hilft uns, Geschichten zu erzählen.

Im vollständigen Interview spricht Ekström unter anderem über Mobile Payment, digitale Herausforderungen und Roboterrestaurants. Kombi- und Digitalabonnenten lesen das Interview in der foodservice-Ausgabe Juli/August 2018. Kein Abo? Hier geht es zum Probe-Abo.



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