Interview Marco Schepers

KFC-Länderchef: Wohin geht die Reise?

KFC-Deutschlandchef Marco Schepers.
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KFC-Deutschlandchef Marco Schepers.

Wohin geht die Reise? Im Interview erzählt KFC-Länderchef Marco Schepers, wie die Expansion der nächsten Jahre in Deutschland, Schweiz, Österreich und Dänemark laufen wird.

Dieser Text ist gekürzt. Das komplette Interview lesen Abonnenten in der Dezemberausgabe der foodservice.



foodservice: KFC ist nach vielen Aufs und Abs der letzten Jahre auf dem Erfolgskurs. Wie haben Sie das geschafft?
Marco Schepers: Ich habe das Glück, hier als General Manager auf gute Arbeit aufzusetzen, bin ja auch schon seit 16 Jahren bei KFC dabei und kann die großen Entwicklungen für den Erfolg der letzten zehn Jahre gut einordnen. 2007 gab es eine Rückbesinnung auf Qualität statt Preiskampf sowie die Einführung unserer Boxen. In den drei Jahren 2007 bis 2009 stieg der Umsatz pro Restaurant um 17 Prozent. Auf der Basis dieses Turn-arounds wurde seitens Yum! wieder massiv Geld in Deutschland investiert, ein eigenes Expansionsteam eingestellt und die Rekrutierung neuer Franchisepartner in Angriff genommen. Der Kick-Start für die folgenden Expansionserfolge mit einer Verdreifachung der Restaurantanzahl. Seit 2010 gibt es bei KFC ein national einheitliches Angebot und nationale Werbeetats in einer ernstzunehmenden Größenordnung. Zudem konnten wir echte Toplagen in Bahnhöfen und großen Retailgebieten für unsere Restaurants gewinnen. Beides hat nochmals 10 Prozent Umsatz gebracht. 2013 haben wir zudem begonnen, im TV zu werben. 

Wie sieht Ihre Zielgruppe in Deutschland aus?
Grundsätzlich wollen wir als Marke möglichst alle Deutschen ansprechen. Aktuell sind wir aber besonders unter den Jüngeren sehr beliebt. 60 Prozent unserer Kunden sind unter 39 Jahre alt. Daneben sprechen wir am liebsten die Menschen an, die sich aufgrund von Qualität und Geschmack für unsere einzigartige Chicken-Expertise entscheiden, statt nur nach dem billigsten Angebot zu schielen.



Nach wie vor ist Deutschland aber kein sehr starker Markt für KFC – woran liegt das?
Mit einem durchschnittlichen Restaurantumsatz von 1,6 Mio. Euro liegen wir global in der Spitzengruppe bei KFC. Über diese Zahlen wären einige meiner Geschäftsführerkollegen in den anderen Ländern froh. Es gibt aber natürlich noch Steigerungspotential: Wir wollen die 2 Mio. Euro pro Restaurant erreichen. Bei der Markenkommunikation, unserem Digitalangebot sowie der Erschließung neuer Zielgruppen gibt es die meisten Möglichkeiten. Was uns aber ganz klar von den großen KFC Märkten wie England, Australien oder Japan unterscheidet: Wir haben in den ersten 40 Jahren die Expansion verschlafen. In den letzten zehn Jahren haben wir zwar schon gut aufgeholt und unsere Restaurantanzahl verdreifacht, aber bei der Expansion haben wir immer noch ein gigantisches Aufholpotential.

Im kompletten Interview in der foodservice 12/2018 spricht Schepers unter anderem über die Strategien für die Expansion in Deutschland, Österreich und der Schweiz, Lieferdienste und Pre-Ordering. Noch kein Abo? Hier geht es zum Probe-Abo.


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