Kommentar zum Internorga-Start

Brainfood meets Brainpower

Boris Tomic, Chefredakteur des Fachmagazins foodservice.
Salome Roessler
Boris Tomic, Chefredakteur des Fachmagazins foodservice.

Der März ist ein ganz besonderer Monat: In Hamburg trifft sich die Branche zur wichtigsten Messe, der Internorga. Fünf Tage intensivster Austausch, neue Trends entdecken und tonnenweise Inspiration für das eigene Business aufsaugen – die Möglichkeit dazu macht diese Messe so einzigartig.




Dass es notwendig ist, sich zu informieren, steht außer Frage. Befinden wir uns doch in einer boomenden Wachstumsbranche – mit all den Herausforderungen, die ein fortschreitendes Wachstum eben verlangt: sich immer wieder neu zu erfinden, innovativ zu sein, en vogue zu sein, Trends selbst zu setzen und ihnen nicht einfach hinterherzulaufen. Der Markt wird es jenen mit guten Gewinnen danken, die genau das schaffen.

Erwartungen an die Leitmesse

Außer-Haus-Markt weiter auf Wachstumskurs

Denn schließlich wurden im vergangenen Jahr rund 80 Mrd. Euro im Außer-Haus-Markt in Deutschland umgesetzt. Mehr Besuche und höhere Durchschnittsbons prognostizieren die führenden Marktforscher für das jetzt begonnene Jahr 2019. Unterm Strich stehen die Signale signifikant auf Wachstum in der privaten Außer-Haus-Nachfrage. Die npd group geht in ihrer Prognose von satten vier Prozent Wachstum aus. Bedingt auch durch die nach wie vor gute Wirtschaftsentwicklung und stabilen Beschäftigungszahlen in Deutschland – sie bilden den idealen Rahmen dafür.


Für ein innovatives und geschmacklich attraktives Angebot gibt es vonseiten der Konsumenten laut Prognosen eine wachsende Bereitschaft, bei den Gastronomiebesuchen wesentlich mehr Geld auszugeben. In dieser Hinsicht hinkt der deutsche Verbraucher gegenüber seinen europäischen Nachbarn ohnehin stark hinterher – bis zu einem Drittel höher sind dort die Durchschnittsbons bei vergleichbaren Konzepten. Für die Foodservice-Anbieter sind die Umsätze vor allem noch im Bereich Frühstück und Mittagstisch zu erhöhen. Bequemlichkeit und die stetig steigende Zahl der Singlehaushalte treibt die Frühstücksumsätze, die anhaltend hohe Zahl von Arbeitnehmern den Mittagsumsatz. Gewinne im Abendgeschäft fließen – vor allem in den Städten – allerdings mehr und mehr in die Hände von Lieferdiensten. Ein besonderes Augenmerk sollten Gastronomen auf die Altersgruppe 60+ legen. Durch ihr "jüngeres Verhalten" und die generell gestiegene Mobilität können nicht nur Verkehrsstandorte profitieren.

Es gibt also genügend zu beachten und zu entdecken für das eigene Geschäft auf dieser Internorga. Daher haben wir unsere foodservice-März-Ausgabe "Brainfood" betitelt – auf 45 Seiten zeigen wir eine ganze Reihe von Stationen, die Brancheninterne auf der Messe nicht verpassen sollten. Die Newcomers Area und die Craft Beer Arena gehören dazu. Und in den Case Studies über die diesjährigen Preisträger des 37. Hamburger Foodservice Preises kann man genau nachlesen, welche Faktoren ein erfolgreiches Business beflügeln. 


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