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Ex-Deutschlandchef Hendrikx beendet Karriere

Generationenwechsel: Der frühere McDonald's-Deutschlandchef und Franchisenehmer Adriaan Hendrikx (62, l.) übergibt seine Restaurants an seinen Sohn Tim (27).
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Generationenwechsel: Der frühere McDonald's-Deutschlandchef und Franchisenehmer Adriaan Hendrikx (62, l.) übergibt seine Restaurants an seinen Sohn Tim (27).

42 Jahre verzeichnete Adriaan Hendrikx (62) beim goldenen M. Zu seinen Stationen gehörten unter anderem die CEO-Position bei McDonald's Niederlanden sowie die des Deutschlandchefs – damals noch unter dem Titel Managing Director – von 2002 bis 2005. Zuletzt war Hendrikx Franchisepartner in der Region Augsburg. Seine Betriebe übergab er zum Jahreswechsel an seinen Sohn Tim Hendrikx (27) und ging selbst in Ruhestand.

Der Niederländer Adriaan Hendrikx fing 1978 – damals 20 Jahre alt – bei McDonald’s in Frankfurt am Main als Trainee an. Er wurde Restaurantleiter, Supervisor, Trainer und Franchiseberater. 1991 dann Beförderung zum Vice President Operations für Deutschland und der Umzug nach München in die Zentrale. Wenig später: Start der starken Expansionszeit von McDonald’s Deutschland. Hendrikx übernahm als Mitglied des Vorstands die Verantwortung für diese Aufgabe.

"In unserem besten Jahr haben wir 115 Restaurants eröffnet, das war einer der Meilensteine in meiner Karriere", so Hendrikx. 1999 ging es zurück in die Heimat als CEO für McDonald’s Niederlande.
"Leider nur eine kurze Zeit, dann folgte USA", blickt Hendrikx zurück. Er wurde Senior Vice President Worldwide für Operations, Development, Training und Equipment und entwickelte in dieser Zeit McDonald's auf der ganzen Welt weiter. 

Vom Deutschland-Chef zum Franchisenehmer

Anfang 2002 kam Hendrikx zurück nach Deutschland. Als Managing Director übernahm er die Verantwortung für einen der wichtigsten Ländermärkte des gastronomischen Weltmarktführers. "Es lief in jener Zeit, kurz nach der BSE-Krise, nicht gut in Deutschland. Ein schweres Stück Arbeit für mich. Die Franchisenehmer waren ausgesprochen unzufrieden und die Stimmung war nicht gut. Trotzdem, mein Team und ich haben es geschafft, das Ruder rumzureißen, um die Marke erneut auf Erfolgskurs zu bringen. Dabei durften wir viel aus anderen McDonald’s-Ländern lernen, haben McCafé Australien kopiert und das 1x1-Angebot, eine sehr erfolgreiche Preis-Promotion, eingeführt. Nicht zu vergessen: die erste Modernisierungswelle für das System und seine Restaurants. Eine sehr Kräfte zehrende und anstrengende, aber durchaus auch eine schöne Zeit", resümiert Hendrikx.

Im Jahr 2005 gab es bei McDonald’s eine große Umorganisation – weltweit und damit auch in Europa. Hendrikx sollte nach London. Doch das entsprach nicht seinen Wünschen: "Zu diesem Zeitpunkt habe ich mich nach den anstrengenden Jahren in Deutschland gefragt, ob ich das wirklich will und meine Antwort war nein. Ich wollte nicht wieder umziehen und immer auf Reisen sein, also in Hotels leben. Wir haben gesprochen und für mich die Möglichkeit erörtert, Franchisenehmer zu werden. Das hat wunderbar geklappt und ich konnte vier Restaurants in Augsburg kaufen." Schnell folgte ein neues Restaurant. Dann weitere vier. Adriaan Hendrikx war nun Franchisepartner für neun gut gehende Betriebe.

Sohn führt Restaurants weiter

Zum Jahreswechsel 2019/2020 übergab Adriaan Hendrikx die Geschäfte an seinen Sohn Tim. "Jetzt – 14 Jahre später – verkaufe ich meine Restaurants an meinem Sohn, der McDonald's ebenfalls von der Pike auf gelernt hat und bereits vier eigene Restaurants betreibt. Nach der Übernahme hat er zwölf Restaurants und bietet somit ca. 750 Arbeitsplätze in der Region. Er brennt darauf, Verantwortung zu übernehmen und das ist gut so", sagt Adriaan Hendrikx.

Hendrikx sieht seine Zeit bei McDonald's als Win-Win-Partnerschaft und äußert zum Abschied  Dankesworte: "Ich bedanke mich bei meinen Gästen und insbesondere bei all meinen Mitarbeitern. Denn ohne sie wäre alles nicht möglich gewesen. Ja, wenn deine Mitarbeiter zufrieden sind, sind es deine Gäste auch. Ich freue mich auf einen neuen Lebensabschnitt", sagt Hendrikx.

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