Aramark

Mehrweg-Konzepte umgesetzt

Contract-Caterer hat zwei Pool-Systeme für Mehrweggeschirr im Einsatz, um das Einweg-Müllaufkommen drastisch zu reduzieren.
Recup
Contract-Caterer hat zwei Pool-Systeme für Mehrweggeschirr im Einsatz, um das Einweg-Müllaufkommen drastisch zu reduzieren.

Um dem Einweg-Müll effektiv den Garaus zu machen, setzt Contract-Caterer Aramark auf gleich zwei verschiedene Pool-Systeme – mit Geld-Pfand oder digital mit QR-Code-Scan. Die Becher und Schalen von Recup und Vytal sorgen in den Aramark-Betrieben für einen umweltfreundlichen Verpackungskreislauf bei Take-away-Angeboten.

"Qualitativ hochwertige und regionale Zutaten, die handwerkliche Zubereitung sowie Umweltbewusstsein und nachhaltiges Wirtschaften sind wichtige Eckpfeiler der Aramark-Philosophie", erläutert das Unternehmen den dazu passenden Schritt weg von Einweg-Lösungen. Mit den verschiedenen Pool-Systemen biete man den Gästen, je nach Präferenz des Kunden einen sicheren und umweltfreundlichen Mehrwegverpackungs-Kreislauf für To-go-Speisen. 

"Bei allen unseren Angeboten achten wir stets darauf, dass sie möglichst nachhaltig sind", sagt Arnd Rune Thomas, Geschäftsführer Operations bei Aramark. "Nicht jeder Gast hat sein eigenes Behältnis dabei, wenn er in der Betriebsgastronomie gesundes Essen für unterwegs, fürs Homeoffice oder zu Hause mitnehmen möchte. Diese Lücke zu füllen, liegt uns sehr am Herzen."

Komfortabel soll es sein

Da die Geschirrteile auch bei anderen Pool-Teilnehmern in der Gastronomie sowie bei Alnatura- oder Rewe-Märkten oder an Aral-Tankstellen abgegeben werden könnten, seien die Gäste sehr flexibel bei der Rückgabe. Nach der hygienischen Reinigung in den teilnehmenden Betrieben werden die Geschirrteile für eine erneute Ausgabe wieder bereitgestellt.

Recup-Prozess mit Pfand
Die Schalen, Bowls und Cups des Münchner Start-ups sind in verschiedenen Größen im Programm. Für alle Behälter ist bei der Ausgabe ein Pfandvon 5 Euro fällig, 1 Euro für Kaffeebecher. "Wir haben die Recup-Produkte schon eine Weile im Einsatz und sie werden sehr gut von unseren Gästen angenommen, unter anderem dank des flexiblen Pfandsystems", so Hartmut Muxfeldt, Aramark-Betriebsleiter bei der Roche Diagnostics GmbH. Für Recup-Becher gibt es bundesweit bislang über 6.000 Akzeptanzstellen. 

Digitalisierter Kreislauf mit der Vytal-App
Das Vytal-Mehrwegsystem ist über eine App und QR-Code-Scans organisiert. Akzeptanzstellen gibt es bundesweit in Supermärkten, freier Gastronomie und in zahlreichen Betriebsrestaurants großer Unternehmen.
Vytal
Das Vytal-Mehrwegsystem ist über eine App und QR-Code-Scans organisiert. Akzeptanzstellen gibt es bundesweit in Supermärkten, freier Gastronomie und in zahlreichen Betriebsrestaurants großer Unternehmen.
Bei Vytal wird der Ausleihe- und Rückgabe-Prozess per App gesteuert, die sich Gäste auf ihr mobiles Endgerät laden. Mit der Registrierung wird automatisch ein persönlicher QR-Code generiert, der immer an der Kasse gescannt und elektronisch mit dem QR-Code des Geschirrteils von Vytal verknüpft wird. Die Rückgabe-Frist beträgt 14 Tage – entweder in der Betriebsgastronomie oder bei einem anderen Vytal-Partner, beispielsweise in ausgewählten Rewe-Supermärkten, aber auch zunehmend in der freien Gastronomie. Christian Scheib, Aramark-Betriebsleiter bei SAP Walldorf, erklärt: "Sowohl den Gästen als auch uns ist es wichtig, Verpackungsmüll so gut wie möglich zu vermeiden. Mit Vytal haben wir den idealen Partner für den To-go-Bereich gefunden. Dank der App lässt sich das Ganze einfach in den Alltag integrieren."

"Für Aramark sind beide Systeme optimale Lösungen für einen nachhaltigen Mehrweg-Prozess", bestätigt Arnd Rune Thomas. "Die Behälter sind wärmeisolierend, bruch- und auslaufsicher, spülmaschinengeeignet und können in die Mikrowelle gegeben oder auch eingefroren werden. Damit können Aramark-Gäste ihren Beitrag für mehr Nachhaltigkeit leisten und etwas für unsere Umwelt tun."

Weitere Anwenderbeispiele der Gemeinschaftsgastronomie sowie eine Vergleichs-Tabelle zu den Pool-Systemen finden interessierte Leser in der ersten Ausgabe von gv-praxis 2021  Jetzt im E-Paper lesen
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