BMEL | Zu gut für die Tonne!

Finalisten für Bundespreis gegen Foodwaste gekürt

Bundesernährungsministerin Julia Klöckner hat die Nominierten für den Bundespreis "Zu gut für die Tonne!" bekanntgegeben.
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Bundesernährungsministerin Julia Klöckner hat die Nominierten für den Bundespreis "Zu gut für die Tonne!" bekanntgegeben.

Ein Fußballclub, eine App und ein Unverpackt-Laden mit Gastronomie sind drei der 16 Nominierten für den "Zu gut für die Tonne!"-Preis 2021 des Bundesminsteriums für Ernährung und Landwirtschaft. Bundesministerin Julia Klöckner hat die Nominierten bekanntgegeben.

Mit der jährlichen Auszeichnung würdigt das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) bereits zum sechsten Mal kreative Lebensmittelretter, deren innovative Projekte und großes Engagement helfen, Foodwaste zu reduzieren. 16 Projekte als Finalisten hat die Jury aus 160 Einreichungen ausgewählt. Den Vorsitz der achtköpfigen Jury hat Bärbel Dieckmann inne, die ehemalige Präsidentin der Welthungerhilfe.

Die Jury
  • Bärbel Dieckmann, Juryvorsitzende, ehemalige Präsidentin der Deutschen Welthungerhilfe
  • Ingrid Hartges, Hauptgeschäftsführerin des Dehoga Bundesverbands
  • Cherno Jobatey, Journalist und Fernsehmoderator
  • Friederike Klasen, Gründerin und Kooperationsmanagerin von Startnext Crowdfunding
  • Christoph Minhoff, Hauptgeschäftsführer der Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie
  • Christian Rach, Fernsehkoch und Kochbuchautor
  • Valentin Thurn, Dokumentarfilmer und Autor
  • Yvonne Willicks, Fernsehmoderatorin und Autorin

Aufklärung tut not

Julia Klöckner über den Bundespreis: "Die Sensibilisierung und Aufklärung der Verbraucherinnen und Verbraucher spielt eine große Rolle. Denn in den Privathaushalten entsteht mehr als die Hälfte der gesamten Lebensmittelabfälle." Die Initiative Zu gut für die Tonne! erhöhe das Bewusstsein für den richtigen Umgang mit Lebensmitteln, argumentiert sie. Zudem trage der Preis gute Ideen zur Vermeidung von Lebensmittelverschwendung in die Breite und motiviere Nachahmer.

In fünf Kategorien werden Preise vergeben: Gastronomie, Handel, Gesellschaft & Bildung, Landwirtschaft & Produktion sowie Digitalisierung. Zudem winken drei Förderpreise im Gesamtwert von 15.000 Euro. Die Gewinner werden am 20. Mai 2021 durch Bundesministerin Julia Klöckner ausgezeichnet. 

Die inspirierenden Nominierten im Überblick:

Gastronomie

  • 1. FC Heidenheim 1846 e.V., der übrig gebliebene Speisen am Tag nach den Spielen bei einem "Mitarbeiter-Reste-Essen" anbietet (Heidenheim, Baden-Württemberg)
  • Unverpackt-Laden "Frau Lose": verwertet in seinem Restaurant "Fabulose" noch genießbare Lebensmittel, die sonst in der Tonne gelandet wären (Dortmund, Nordrhein-Westfalen)
  • Soziokulturelles Zentrum Zora e.V. für das Projekt "GastroHilft", das hilfebedürftige Menschen mit geretteten Lebensmitteln versorgt und warme Mahlzeiten für Wohnungslose anbietet (Halberstadt, Sachsen-Anhalt)

Handel

  • Bäckerei Bergmann & Sohn GmbH: "Gute Backwaren von gestern – Yesternday" (Frömmstedt, Thüringen)
  • Picnic GmbH, die mit ihrem Online-Supermarkt "Zero Waste Supply Chain" ermöglichen – indem sie mit intelligenter IT und Logistik die Bestellungen der Kunden passgenau mit der Bereitstellung durch die Anbieter abstimmen und die Vermarktung regionaler Produkte fördern (Düsseldorf, Nordrhein-Westfalen)
  • Veggie specials by veggielutions: kaufen Waren mit fehlerhaften Etiketten oder Füllmengen-Fehlern auf, etikettieren sie korrekt um und bringen sie so in den Verkauf (Köln, Nordrhein-Westfalen)

Gesellschaft und Bildung

  • Essen für Alle (EfA): ehrenamtliche Initiative, die noch genießbare Lebensmittel sammelt, verteilt und verarbeitet sowie mit Kochkursen die Wertschätzung für Lebensmittel erhöht (Groß-Gerau, Hessen)
  • Gelbetomaten e.V.: für "Kochen&Erleben@school", das Grundschüler an gesunde, nachhaltige Ernährung heranführt und für das Thema Lebensmittelverschwendung sensibilisiert (Horburg, Niedersachsen)
  • Die Schwestern Georgia von le Fort und Louisa Wahler, die kühlende Gefäße aus recyceltem Porzellan entwickelt haben – Obst und Gemüse bleibt so richtig temperiert und länger frisch (Hamburg)

Landwirtschaft und Produktion

  • Beetgold GmbH für ihre "Vollgemüse Tortillas aus Gemüsetrester" (Heimenkirch, Bayern)
  • Dörrwerk GmbH mit "Rettergut – die Marke, die Lebensmittel rettet", indem sie Rohware, die im Verarbeitungsprozess anfällt, verwertet (Berlin)
  • Fischerei Schröder: "Saure Bratbrasse statt Beifang für die Tonne" (Havelaue, Brandenburg)
  • Landwirtschaftliche Direktvermarktung Jung mit ihrem Projekt "Immer eine gute Suppe" und der Verwertung von Althennen z.B. als Suppenhühner (Fronhausen, Hessen)

Digitalisierung

  • Danone GmbH: "Online Clearance-Sale" für bestimmte Großkunden, vor allem öffentliche Einrichtungen, die Produkte mit geringer Mindest-Rest-Frische ankaufen können (Haar, Bayern)
  • Direkt vom Beet e.V. vernetzt Gärtner und Städter virtuell, damit Gartenfrüchte nicht im Müll und Kompost landen, sondern verwertet werden (Chemnitz, Sachsen)
  • SPaRK.global GmbH: für eine innovative Distributions-Plattform, die überschüssige, aber noch einwandfreie Produkte aus einem Unternehmen zur weiteren Verwendung an andere Abnehmer vermittelt (Berlin)
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