Care-Studie (I)

System-Wettstreit

Essensproduktion in Krankenhäusern: Welches System bringt das beste Kosten-Qualitätsverhältnis? DKI und K&P Consulting haben die Rahmenbedingungen untersucht.
Klüh Catering
Essensproduktion in Krankenhäusern: Welches System bringt das beste Kosten-Qualitätsverhältnis? DKI und K&P Consulting haben die Rahmenbedingungen untersucht.

Die aktuelle Care-Studie zeigt den Spielraum für Veränderungen im Bereich Küche und Verpflegung im Krankenhaus. Der wirtschaftliche Druck bleibt hoch. Unser Autor Ekkehart Lehmann analysiert den Markt. Teil 1: Produktionssysteme.

Dies ist ein Exzerpt. Der vollständige Beitrag erschien in der Februarausgabe der gv-praxis. Jetzt im E-Paper lesen

Aus den aktuellen Studienergebnissen lässt sich ablesen, welche Veränderungen in den kommenden Jahren den Verpflegungsmarkt bestimmen und welche Trends dabei an Bedeutung gewinnen werden. Dabei ist die Art und Weise, wie die Speisen produziert werden, wesentlich für die Qualität, Zufriedenheit und natürlich auch Wirtschaftlichkeit der Verpflegung. Diese wirtschaftlichen Zwänge sind mitunter ein Grund dafür, dass sich die Patientenverpflegung in den vergangenen Jahren nicht bereits stärker verändert hat.

Umstellung verlangt Investitionen

Einerseits fehlt das Geld für eine kostenintensive Umstellung des Verpflegungssystems, andererseits kommen langfristige Investitionen insbesondere dann nicht in Betracht, wenn die Zukunft des eigenen Hauses ungewiss ist. Zusätzlich bewirkt der stetige wirtschaftliche Druck, dass die Krankenhäuser untereinander immer mehr im Wettbewerb um den Patienten stehen. Daher spielen Service, Ausstattung und Einrichtung und nicht zuletzt das gastronomische Angebot eine immer wichtigere Rolle, die zu einer höheren Aufenthaltsqualität und einem positiven Gesamteindruck beitragen.

Die Realität sieht oft anders aus: "Krankenhausessen" ist in der Gesellschaft ein überwiegend negativ besetztes Schlagwort, über positive Erfahrungen wird in der Regel wenig berichtet.

Exakt 78 Prozent der teilnehmenden Krankenhäuser haben eine eigene Küche im Haus, 12 Prozent "nur" eine Verteilküche. Es ist anzunehmen, dass belieferte Häuser in geringerer Anzahl die Umfrage beantwortet haben, daher ist der Anteil der belieferten Häuser wahrscheinlich höher. Interessanterweise sind keine Unterschiede zwischen kleineren und größeren Häusern festzustellen. Cook & Serve ist und bleibt das führende Produktionssystem in den befragten Krankenhausküchen, auch wenn der Anteil Jahr für Jahr kontinuierlich zurückgeht. Tatsächlich wird nur noch in zwei Drittel (65 %) aller Küchen tagesfrisch vor Ort gekocht. Das sind 8 Prozent weniger als noch vor drei Jahren und damit der stärkste Rückgang der herkömmlichen Produktionsform in den deutschen Küchen seit der ersten Erhebung 2006.

Welchen Einfluss das Produktionssystem auf die Qualität haben kann, und wohin der Trend geht lesen gv-praxis-Abonnenten im Februar-Heft vollständigen Artikel . Noch kein Abo? Hier geht es zum Probe-Abo. 
Über die Care-Studie
Die Care Studie wird regelmäßig von der K&P Consulting und dem Deutschen Krankenhausinstitut durchgeführt und durch die Klüh Care Management unterstützt. Dabei werden alle Allgemein-Krankenhäuser mit mehr als 80 Betten zu der Art und Weise, wie sie die Patientenverpflegung organisieren, befragt. Im Jahr 2019 haben sich 29 Prozent der 1.300 Krankenhäuser an der Studie beteiligt. Ausgewählte Ergebnisse können online eingesehen werden.




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