Care-Studie (III)

Mehr Service für Patienten

Das Speisenerfassungsmanagement (joMenue) von Chefs Culinar bietet ein Plus an Komfort.
Chefs Culinar
Das Speisenerfassungsmanagement (joMenue) von Chefs Culinar bietet ein Plus an Komfort.

Entscheidend für die Patientenzufriedenheit sind neben Speisenqualität, die Art und Weise, wie die Speisen serviert werden und der Grad an individuellem Einfluss. Teil 3 der Studie von K&P Consulting und DKI zeigt, dass sich in den letzten Jahren viel verändert hat.

Dies ist ein Exzerpt. Der vollständige Beitrag erschien in der April-Ausgabe der gv-praxis. Jetzt im E-Paper lesen
Ein wesentliches Problem der Verpflegung von Patienten in Krankenhäusern ist, dass die Küche, die das Essen zubereitet, keinen direkten Kontakt zu den Abnehmern der Speisen hat. Bislang lag sowohl die Speisewunscherfassung als auch der Service am Bett zumeist im Verantwortungsbereich der Pflege, die diese Aufgabe neben vielen anderen übernahm und häufig selbst keinen Austausch mit der Küche hatte. Zudem wurden die Speisewünsche als Strichliste oder auf Karten erfasst, die eine lange Vorlaufzeit und eine geringe Möglichkeit boten, auf individuelle Wünsche oder Anforderungen einzugehen. Hier hat sich in den vergangenen Jahren viel getan.

Rasanter Wandel: Während im Jahr 2005 die Speisewünsche der Patienten noch zu fast 60 Prozent vom Pflegepersonal aufgenommen wurden, ist diese Zahl nun um mehr als die Hälfte auf 24 Prozent zurückgegangen. Heutzutage werden die Speisenwünsche vermehrt von Servicehostessen (ca. 43 %) bearbeitet. Nach Möglichkeit werden diese Positionen häufig durch Fachkräfte aus dem Gastgewerbe besetzt. Diese haben neben einer hohen Serviceorientierung das Fachwissen zu den angebotenen Speisen und Produkten: Etwaige Fragen des Patienten zu Inhalts- und Nährstoffen, Rückfragen zu Herstellungsverfahren etc. können so direkt und schnell beantwortet werden. Positiver Effekt: Die Pflegekräfte können sich mehr auf die pflegerischen Tätigkeiten konzentrieren.

Digitale Prozesshilfen

Auch der Einzug der Digitalisierung unterstützt die Entwicklung: In 75 Prozent aller Krankenhäuser sind digitale Systeme bei der Aufnahme der Speisenwünsche bereits Alltag. Hierdurch werden die Prozesse schlanker, individueller, schneller und sicherer gestaltet – von der Speisenbestellung des Patienten über die Produktion in der Küche bis hin zur Auslieferung der Speisen. Die digitale Speisewunscherfassung ermöglicht dabei einen doppelten Mehrwert: Der Patient kann seine Speisen flexibler und individueller wählen, und die Küche kann ihre Produktion besser auf den tatsächlichen Bedarf anpassen. So werden nicht nur weniger Lebensmittel bei der Produktion benötigt, es fallen auch weniger Lebensmittelabfälle an, da der Patient weniger Essen auf dem Teller liegen lässt. Dies wiederum wirkt sich positiv auf die Wirtschaftlichkeit aus, da bereits beim Einkauf gespart werden kann. Ein Kreislauf, der am Ende des Tages dem Krankenhaus bares Geld spart. Diese Einsparung greift unabhängig von der angewendeten Produktionssystematik. Wie Service und Individualität noch gesteigert werden können, lesen gv-praxis-Abonnenten im April-Heft im vollständigen Artikel . Noch kein Abo? Hier geht es zum Probe-Abo.
Über die Care-Studie
Die Care Studie wird regelmäßig von der K&P Consulting und dem Deutschen Krankenhausinstitut durchgeführt und durch die Klüh Care Management unterstützt. Dabei werden alle Allgemein-Krankenhäuser mit mehr als 80 Betten zu der Art und Weise, wie sie die Patientenverpflegung organisieren, befragt. Im Jahr 2019 haben sich 29 Prozent der 1.300 Krankenhäuser an der Studie beteiligt. Ausgewählte Ergebnisse können online eingesehen werden.


Sie möchten Aktuelles zum Thema "Gemeinschaftsgastronomie: Spotlight Care" lesen? Mehr fachlichen Input finden Sie in unserem "Gemeinschaftsgastronomie: Spotlight Care"-Dossier.

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