Chicco di Caffè

Einstieg in den Care-Markt

Blick in eine Klinik-Kaffeebar von Chicco di Caffè mit Bücherregal.
Chicco di Caffè
Blick in eine Klinik-Kaffeebar von Chicco di Caffè mit Bücherregal.

Nach Business und Education jetzt auch Care: Fünf der knapp 170 Kaffeebars von Chicco di Caffè sind inzwischen in Kliniken verortet. Spannendes Neuland und viel Lernstoff für die zurzeit wachstumsstärkste Coffeeshop-Kette.



Dieser Text ist ein Exzerpt. Der Originalbeitrag erschien in der Oktober-Ausgabe der gv-praxis. Jetzt im E-Paper lesen .

Das Jahr 2018 war nicht nur ein gutes, sondern ein sehr gutes Jahr für Chicco di Caffè. Filialnetz und Umsatz sind kräftig gewachsen. Knapp 28 Mio. Euro erwirtschaftete das Münchener Unternehmen mit seinen 169 Kaffeebars. Davon befinden sich fünf in Kliniken: je zwei in Hessen und Bayern sowie eine in Sachsen-Anhalt. Sowohl Akutkrankenhäuser als auch Fach- und Reha-Kliniken sind darunter. Der Pilotbetrieb in Sachsen-Anhalt ging am 15. März 2018 ans Netz. "Den Vertriebsstrang Care hatten wir schon länger im Visier. In Bad Kösen hat sich erstmals eine konkrete Gelegenheit geboten – und wir haben sie ergriffen", berichtet Florian Mahnke, Geschäftsleiter Expansion.

Wichtig ist die Atmosphäre

So unterschiedlich die Kliniken, in denen Chicco di Caffè Flagge zeigt, so verschieden die Verortung der Kaffeebars. Einige sind im Foyer angedockt, andere werden von ehemaligen Cafeteria-Räumen mitten im Haus beherbergt. Eine Diversität, die durchaus gewollt ist. Während der Fokus in Unternehmen und Mensen darauf liege, in kurzer Zeit viele Gäste bewirten zu können, wiege in Kliniken der Faktor Aufenthaltsqualität ungleich höher. Die Kaffeeexperten setzen deshalb auf warme Farben und Holz. Wer allein kommt, findet Unterhaltung oder Ablenkung in Form von Büchern. "Genauso wichtig ist es an diesem Standort, Privatsphäre Raum zu geben. Nischen bieten Rückzugsmöglichkeiten, damit Patienten sich mit Verwandten und Freunden ungestört unterhalten können."

Je nach Klinik und Verortung innerhalb des Hauses sind die Kaffeebars zwischen 50 und 80 Quadratmeter groß. Darauf verteilen sich ungefähr 15 bis 50 Sitzplätze. Die Baristi hinter der Kaffeetheke arbeiten ausschließlich mit Siebträgermaschinen. "Vor allem Getränke, die Latte Art krönt, kommen hier sehr gut an", berichtet Mahnke. "Ein Kakao mit einem Herz in der Milchschaumhaube lässt auch Kinderherzen höher schlagen." Eine kleine Auswahl an Tees und Softdrinks ergänzt die von der Kaffeebohne dominierte Getränkekarte. Das Food-Angebot soll gleich mehreren Kriterien gerecht werden: dem kleinen und dem größeren Hunger, Patienten wie Klinikmitarbeitern, aber auch Besuchern – und das von acht Uhr bis 16 oder 17 Uhr am Nachmittag.

Wie die Konzepte an die häufig wechselnde Kundschaft angepasst werden, lesen gv-praxis-Abonnenten im  Artikel im Oktoberheft.  Kein Abo? Die gv-praxis im Probe-Abo drei Monate unverbindlich testen.


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