Digital Summit Talk

Mit neuen Konzepten optimistisch in die Zukunft

Im Studio der dfv Mediengruppe: v.l. Florian Schneider (Managing Director, Dr. Oetker Hospitality) und Boris Tomic (Chefredakteur foodservice).
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Im Studio der dfv Mediengruppe: v.l. Florian Schneider (Managing Director, Dr. Oetker Hospitality) und Boris Tomic (Chefredakteur foodservice).

Auf der virtuellen Bühne des Digital Summit Talks trafen sich Macher mit Visionen: Mert Askin, Präsident Food & Beverage der Azadea Group, zugeschaltet aus Dubai, sowie live im Studio Florian Schneider, Managing Director, Dr. Oetker Hospitality. Ebenfalls vielversprechend: Prof. Chris Mullers Ausblick auf das Programm des 22. European Foodservice Summit. Hotel- und Gastromedien Chefredakteur Boris Tomic führte durch das einstündige Programm.

Steigende Umsätze und Gastzahlen

"Wir wollen 2020 vergessen. Jetzt ist alles besser," sagte Mert Askin mit Blick auf die Umsatzeinbrüche, die auch die Gastronomen im Mittleren Osten aufgrund zahlreicher Covid-Restriktionen im vergangenen Jahr hinnehmen mussten. Sein Unternehmen, die Azadea Gruppe ist mit 120 Standorten in 8 Ländern aktiv.

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Die Vereinigten Arabischen Emirate gehörten zu den Ländern, die als erste in einen harten Lockdown gingen (23. März 2020). Nach 30 Tagen war der Spuk allerdings vorbei, eine Rückkehr des Gastrobetriebs unter den weithin üblichen Covid-Auflagen (u.a. reduzierte Sitzplatzkapazität, zeitliche Begrenzung, Test- oder Impfnachweis) wieder möglich. Die Restaurants blieben geöffnet. Vielversprechend auch für die Gastronomie vor Ort: Die UAE zählen zu den Ländern mit der weltweit höchsten Covid-Impfquote

Als Betreiber diverser Casual Dining Brands falle die Azeada Gruppe in den Bereich der Freizeitgastronomie, kommentierte Askin die besondere Herausforderung seiner Betriebe, die also keine Versorgerfunktion einnehmen: "Wir sind hier, um Freude zu bereiten. Gleichzeitig ist unser Geschäft stark von der Stimmung der Verbraucher abhängig." Insbesondere während der vergangenen drei bis vier Monate entwickelten sich die Umsätze deutlich positiv: "Unsere Ergebnisse liegen heute über denen von 2019." Der Blick auf die Sales Track Ergebnisse der npdgroup zeige, dass sich die Situation am Gesamtmarkt ähnlich positive entwickle. Auch die Gästezahlen entwickeln sich kontinuierlich positiv.

Nun richte sich alle Aufmerksamkeit auf die in wenigen Tagen in Dubai beginnende Expo2020 (1. Oktober 2021 bis 31. März 2022). Im Rahmen der globalen Marketingkampagne werde Dubai als "global gastronomy hub" platziert.

Durchstarten mit Pudding und Gugelhupf

Trendbewusst mit Tradition – so lässt sich der Kern der neuen Konzepte der Dr. Oetker Hospitality Group auf den Punkt bringen. Mit pudu pudu und Gugelhupf & Du schickte die Dr. Oetker Tochter im Frühjahr 2021 zwei völlig unterschiedliche Formate an den Start – startklar wäre man übrigens bereits im April 2020 gewesen, doch dann kam Corona und brachte die Projekte sowohl im kalifornischen Venice Beach als auch in Frankfurt am Main zum Stillstand.

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"Wir wollen nah an den Leuten dran sein", unterstrich Florian Schneider. Folglich wurden bei pudu pudu und Gugelhupf & Du nicht nur traditionelle, dem Dr. Oetker-Sortiment nahe Produkte neu überdacht, sondern auch soziodemografische Entwicklungen, Nachfragetrends sowie Veränderungen in der Alltagswelt (Stichwort: Digitalisierung) miteinbezogen.

Beispiel Gugelhupf & Du (Frankfurt a.M.): Hier wird der Gugelhupf auf vielfältigste Weise neu in Form gebracht – inklusive fruchtiger Torten und herzhafter Kreationen wie dem Bestseller "Gugelhupf Eggs Benedict". Bei der Bestellung hilft die sogenannte Tischfee: ein mobilies Gerät – zweifach auf jedem Tisch vorhanden – über die die Gäste das Menü abrufen, Produkte in den Warenkorb legen und per kontaktfreier Bezahlung die Bestellung an die Küche in Auftrag geben können. "Damit kommen wir nicht zuletzt auch dem Bedürfnis der Gäste nach, das Café verlassen zu können, sobald sie fertig sind." 

Trendprodukt Pudding?

Wie das geht, macht pudu pudu in Venic Beach, L.A., vor. "Wir wollen pudu pudu neben Frozen Yoghurt und Eiscreme-Anbietern positionieren", so Schneider. Das gelingt mit einem absolut instagram-tauglichen Produkt. Mit im Spiel sind u.a. zahlreiche Fruchtpulver, frisches Obst und essbare Blüten, die im Zusammenspiel mit weiteren Toppings ein Produkt zaubern, das nicht nur ein Augenschmaus ist, sondern laut Schneider 30 bis 50 Prozent weniger Kalorien enthält als die oben erwähnten alternativen Desserts. 

Wo ist es aktuell schwieriger Personal zu finden? "In Amerika", antwortet Schneider auf die Nachfrage von Chefredakteur Boris Tomic. Hier seien die Leute vorher nicht gewohnt gewesen, so viel finanzielle Unterstützung zu erhalten. Der Anreiz zurückzukommen sei aktuell gering.

Zugeschaltet aus Amerika: Dr. Chris Muller.
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Zugeschaltet aus Amerika: Dr. Chris Muller.

Branchentreff & fachlich wichtig

Aus Amerika schaltetet sich auch Prof. Chris Muller zu, Mitbegründer des European Foodservice Summit. Sein Appell: Kommt zum Summit nach Zürich. Das Programm vom 7. und 8. Oktober hat es in sich: Das Publikum erwartet Politik- und Branchengrößen wie Joschka Fischer und Clive Schlee, Einblicke in aktuellste Branchentrends und Entwicklungen ebenso wie fachliche Insights zum Thema Finanzierung, Digitalisierung und Personal. Interessierte, die sich noch nicht angemeldet haben, können sich hier noch für kurze Zeit anmelden.

 

 

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