FCSI

Netzwerken zum Jubiläum

Muntere Diskussionsrunde. v.l. Anselm Bilgri, Dr. Wolfgang Töchterle, Michael Neuner, Tamara Lunger, Bettina von Massenbach und Moderatorin Verena Pliger.
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Muntere Diskussionsrunde. v.l. Anselm Bilgri, Dr. Wolfgang Töchterle, Michael Neuner, Tamara Lunger, Bettina von Massenbach und Moderatorin Verena Pliger.

Die Foodservice Consultants Society International (FCSI) Deutschland-Österreich feierte ihr 20-jähriges Bestehen. Die anerkannte Netzwerk-Plattform vereint weit mehr als 100 Planer und Berater innerhalb der Hospitality-Branche. Die Jubiläumstagung fand in Meran statt.

Es gibt ihn, den besonderen FCSI-Spirit. Erfahren durften ihn die rund 180 Teilnehmer des Jubiläumstreffens in Meran. Neben einer Trend- und einer Genuss-Tour, stand das Fachprogramm der Tagung im Mittelpunkt. Motto: In der Ruhe liegt die Kraft. Frank Wagner, FCSI Präsident, zur Relevanz des Dachthemas: "Es gibt noch andere Themen als Großküche."

Südtirol will nachhaltiger werden

Einer der Organisatoren, Alexander Hofer, verwies in seiner Begrüßung darauf, dass die besondere Stimmung und Energie Südtirols zum Thema passe. Glück auch, dass die Tagung nicht eine Woche früher stattfand, als ein Stromausfall tausende Haushalte lahmlegte. Zum Auftakt referierte der Tourismusexperte und Marketingdirektor Dr. Wolfgang Töchterle. Sein Ziel: Er will Südtirol zum begehrtesten nachhaltigen Lebensraum Europas machen.

"Wir sind noch nie so schnell gewachsen wie in den letzten vier Jahren." Aktuelle Bestmarke: 33 Millionen Übernachtungen im Jahr. Dabei sparte er nicht mit Ermahnungen. Sein Credo: Markenidentität und Erfolg brauchen Substanz und Tiefe. Es gehe um die Zukunftsfähigkeit einer Region und um die Sinnfrage.

Mit Leidenschaft hoch hinaus

Dem Thema schloss sich die Extrembergsteigerin Tamara Lunger an. Ihre Leidenschaft fürs Bergsteigen entdeckte sie im Alter von 14 Jahren. Mit 23 bestieg sie ihren ersten Achttausender. Emotional und spannend schilderte sie ihren Weg, behindert durch gesundheitliche Probleme – "Früher war mein Körper der Sklave meines Kopfes." – zum persönlichen Erfolg. Die schönsten Momente ihres Lebens auf dem Berg schilderte sie so: "Ich spürte, dass es zwischen Körper, Geist und Seele eine Einheit gibt." Ihre Leidenschaft sei so groß, "dass mich nichts aufhalten kann." Lunger: "Jeder muss sein Glück selber suchen." 


Andere nicht in die eigene Messlatte pressen

Abschlussredner war der bekannte Ex-Prior des Klosters Andechs, Anselm Bilgri. 30 Jahre war er Benediktiner Mönch und leitete mit der Kloster-Brauerei und dem Wirtschaftsbetrieb ein Team von 200 Mitarbeitern. 2004 trat er aus dem Orden aus. Seine Grundfrage für die Zuhörer: "Was lässt sich aus dem Klosterleben übertragen?" Mit verschiedenen Botschaften sensibilisierte er seine Zuhörer. Schon der große Wirtschaftswissenschaftler Keynes habe 1930 die Aufgabe konkretisiert, mit Zeit sinnvoll umzugehen. Bilgri sprach vom permanenten Freizeitstress eiiner Multioptionsgesellschaft.
„Ein Mehr an Möglichkeiten bedeutet Stress. Wir müssen lernen, im Heute zu leben.“
Anselm Bilgri
Stichwort: Carpe diem. Sein einfacher Rat: In den Terminkalender eintragen "nichts". Empfohlen seien heitere Gelassenheit und loslassen können. Und sein Rat: Andere nicht in die eigene Messlatte pressen.

Teamworker im Vorstand on stage: v.l. Frank Wagner, Gerhard Kramer, Hildegard Dorn-Petersen, Roberto Assi und Gerhard Franzen.
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Teamworker im Vorstand on stage: v.l. Frank Wagner, Gerhard Kramer, Hildegard Dorn-Petersen, Roberto Assi und Gerhard Franzen.
Die Jubiläumstage von Meran endeten am Abend mit einer Gala mit kulinarischen Highlights aus der Sterneküche. Im Fokus stand die Verabschiedung der langjährigen Vorstandsfrau Hildegard Dorn-Petersen. Gewürdigt wurde sie von Gründungs- und Ehren-Präsident Gerhard Franzen mit großer Dankbarkeit, netten Anekdoten und viel Lob für ihr Engagement in seiner persönlichen Laudatio. 

Hildegard Dorn-Petersen wird Ehrenmitglied

Hildegard Dorn-Petersen ist Gründungsmitglied und seit 20 Jahren Mitglied des Vorstands. Für ihre großen Verdienste erhielt sie die neu geschaffene Ehrennadel und wurde zum Ehrenmitglied berufen. Als ihre Nachfolgerin im Beirat für die Pressearbeit wurde Bettina von Massenbach von der Mitgliederversammlung einstimmig gewählt. Verabschiedet wurde Roberto Assi, im Vorstand einer der beiden Vertreter der Fördermitglieder. Der Dank aller Teilnehmer gilt an dieser Stelle auch den Organisatoren Bettina von Massenbach, Petra Rahmann, Ruven Eichert und Thomas Mertens für ein abwechslungsreiches Fach- und Genussprogramm. 

Auf die nächsten 20 Jahre: FCSI-Vorstände Frank Wagner (links) und Björn Grimm.
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Auf die nächsten 20 Jahre: FCSI-Vorstände Frank Wagner (links) und Björn Grimm.

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