Coronakrise

Engagiert für Helfer, Mitarbeiter, Bedürftige

Thomas Eifert
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Thomas Eifert

Die Ulmer Cateringfirmen Gastromenü und Gastroevents engagieren sich für Ärzte, Pfleger und Co. Unter Federführung von Thomas Eifert sorgen Ulmer Unternehmen zusammen für die Verpflegung der Corona-Helfer. Auch andere Catering-Unternehmen setzen Zeichen der Solidarität.

Neben den beiden Cateringfirmen von Thomas Eifert haben sich befreundete Unternehmen zusammengetan, um den Helfern zu helfen. Im Zentrum steht die Website www.denhelfernhelfen-ulm.de, damit sich noch mehr Unternehmen anmelden und helfen können. 

Die Website ist so konzipiert, dass Ärzte, Pflegepersonal, Rettungsdienste, Feuerwehr und Polizei aus der Region ihre Essens- und Lunchpakete bestellen können. Gleichzeitig ist sie die Kontakt-Plattform für freiwillige Helfer, die sich melden "und uns in der Sache unterstützen möchten." Eifert weiter: "Darüber hinaus können sich Menschen in Not über unsere Website melden. Diese Daten werden wir dann an die richtigen Hilfsorganisationen weiterleiten."  Auch ein Spendenkonto wurde eingerichtet.                           

Thomas Eifert: "Seit 24. März haben wir in der Ulmer Friedrichsau eine Anlaufstelle für die Rettungskräfte, Helfer und Hilfsbedürftigen eingerichtet. Täglich zwischen 11 und 14 Uhr sowie von 17 bis 20 Uhr werden kostenlos rund 400 Lunchpakete und bis zu 600 verpackte warme Essen ausgegeben. Die Website soll auf Anfrage auch anderen Städten kostenlos zur Verfügung stehen. Die Domain wurde dafür bereits gesichert. Thomas Eifert: "Die Resonanz ist überwältigend positiv."

"Hannovers Gute Essen"

Hannovers Gute Essen

Gastro Trends Hagedorn, Caterer in der 96-Akademie und in der Stamme 96 am Vereinssportzentrum von Fußball-Zweitligist Hannover 96, hat die Initiative "Hannovers Gute Essen" auf den Plan gerufen. Angelehnt an die Aktion "Kochen für Helden" in Berlin und Hamburg, hat das Catering-Unternehmen Gastronomen, Lieferanten, Landwirte und andere Partner der Food-Branche in Hannover zu einer Helferallianz vereint. Systemrelevante Organisationen – von der Arztpraxis über die Apotheke bis zur Müllabfuhr – können sich direkt bei Gastro Trends Hagedorn unter der E-Mail-Adresse info@HannoversGuteEssen.de melden oder sich unter www.HannoversGuteEssen.de informieren. Auf Initiative von Hannovers Oberbürgermeister Belit Onay unterstützt das städtische Catering-Unternehmen und Arena-Caterer HC Wohnungs- und Obdachlose, Hilfsbedürftige und Suchtkranke, deren Versorgung sich durch die Coronakrise verschlechtert hat. Täglich werden frisch gekochte Mahlzeiten aus dem Hannover Congress Centrum als Essensportionen verpackt und montags bis sonntags jeweils von 17 bis 18 Uhr an verschiedenen Anlaufstellen an die Bedürftigen verteilt. Geld verdient keiner der beiden Caterer mit diesen Aktionen. Sie bringen ihre Logistik und Arbeitskraft im Sinne der Gemeinschaft ein.

Essen macht glücklich

Das findet zumindest Unternehmensberater Hardy Trenschok und hat die Aktion "Essen für Helden" ins Leben gerufen. Er möchte damit nicht nur Pfleger und Ärzte unterstützen, sondern auch die lokale Gastronomie- und Catering-Branche. Über Spenden an den gemeinnützigen Verein KIKAM e.V. werden die Essen finanziert.

Hardy Trenschok
Der Verein bezahlt die teilnehmenden Caterer und Gastronomen, die das Essen an Krankenhäuser liefern. Unternehmen erhalten eine Spendenquittung. Wer spenden oder kochen will, registriert sich auf der Webseite "Essen für Helden". Schirmherr der Aktion ist der Mainzer Oberbürgermeister Michael Ebling: "Jetzt zählt Solidarität und Mitgefühl, ich bin dankbar für jede Hilfe. Vorhandene Netzwerke zu nutzen, um Helfern zu helfen, ist stark – und hilft zeitgleich Arbeitsplätze und Existenzen zu erhalten." Die erste Essenslieferung geht an die Mitarbeiter der Kinder-Intensivstation an der Mainzer Uniklinik.

Kräfte sammeln auf Social Media

Der Verband der Köche Deutschlands (VKD) hat die VKD-Facebook-Gruppe Köche helfen Köchen gestartet: "Jetzt ist die Zeit, in der wir solidarisch zusammenstehen müssen. Wer braucht Hilfe? Wer hat Kapazitäten frei? Wer hat konstruktive Vorschläge? Wer plant Aktionen?", lautet der Aufruf.

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