Handel

Zustell-Branche leidet unter Nachfrageeinbruch

Weniger Nachfrage - weniger Ware.
Transgourmet
Weniger Nachfrage - weniger Ware.

Die Corona-Krise führt im Zustellhandel und C+C-Geschäft zu großen Verwerfungen in der Umsatz- und Ertragsbilanz. Die Großen wie Metro, Transgourmet  und Chefs Culinar führten vorübergehend  Kurzarbeit ein.

Die gesamte Branche leidet unter einem Umsatzeinbruch im Gastgewerbe von bis zu 80 Prozent. Hans-Gerd Janssen, Geschäftsführer Chefs Culinar: "Wir haben die Prozesse und Strukturen auf die aktuelle Marktgröße unter Einbindung von Kurzarbeit angepasst. Die "Talsohle" scheint erreicht zu sein und man kann im besten Fall von Stabilität auf niedrigem Niveau sprechen." Der Handel befürchtet sogar eine Durststrecke bis weit ins nächste Jahr.

Forderung nach finanzieller Hilfe

Da viele Gastronomen, Caterer und Betriebsverpfleger derzeit ums pure Überleben kämpfen, fordert UIlfert Zöllner, Geschäftsführer Service-Bund, dringend mehr finanzielle Unterstützung. Viele Betriebe kämpfen um ihre Existenz. Quer durch alle Umsatzgrössen hinterlässt der Shutdown Spuren. Bei Metro sind die Umsätze um 75 Prozent eingebrochen, beim Schwälbchen Frischdienst (Umsatz 100,4 Mio. €) sind es ebenfalls 75 Prozent.

Geschäftsführer Hans-Gerd Janssen.
Chefs Culinar
Geschäftsführer Hans-Gerd Janssen.

Nochmals Hans-Gerd Janssen, Chefs Culinar, zur aktuellen Situation: "
Die größten Einbrüche sind durch die Beschränkungen vorgegeben und konzentrieren sich auf alle Bereiche der Hotellerie und Gastronomie sowie der Schul- und Kitaverpflegung. Aber auch das Segment "Betriebsgastronomie" verliert durch Kurzarbeit und veränderten Arbeitswelten; Stichworte hier: Homeoffice und Videokonferenzen." Auch im Care-Bereich gebe es massive Umsatzeinbußen. "Das Freimachen von Bettenkapazitäten, die Schließung von Cafeterien und Mitarbeiterverpflegung führt auch im Klinikbereich zu Umsatzrückgängen. Die Anschlussheilbehandlungen in Rehakliniken folgen dieser Kapazitätsausrichtung." Lediglich das Segment der Seniorenheime sei in Summe stabil, so der Handelsexperte. Neue Chancen sieht Günter Berz-List, Vorstand von Schwälbchen, wenn Verpflegungsbetriebe. Restaurants und Hotels wieder aufmachen, aber noch lange strenge Hygienestandards einhalten müssen: Statt Salatbüffets werden dann Tellergerichte unter Folie und Frischhalteboxen das Angebot bestimmen. Die will Schwälbchen gern liefern.

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