Kitaverpflegung | DGE

Kita-Projekt mit großer Online-Umfrage

Ziel des Projektes: weniger Salz, Zucker und Fett in der Kitaverpflegung.
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Ziel des Projektes: weniger Salz, Zucker und Fett in der Kitaverpflegung.

Weniger Salz, Zucker und Fett sowie eine verbesserte Fettqualität in der Kitaverpflegung. Wie kann das gelingen, ohne dass der Geschmack darunter leidet? Das Projekt "Start Low" der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) geht dieser Frage nach und erarbeitet hierzu Maßnahmen für eine gesundheitsfördernde Verpflegung in Kindertageseinrichtungen. Zum Auftakt können Caterer in einer Online-Befragung ihre Meinung einbringen.

Was Kinder in den ersten Lebensjahren erfahren, prägt sie für den Rest ihres Lebens. Dazu zählen auch die Essgewohnheiten. Wer hier die richtigen Weichen stellt, legt die Grundlage für ein gesundes Aufwachsen und Leben. Immer mehr Kinder nehmen ihre Mahlzeiten in der Kita ein, so dass den Einrichtungen eine wichtige Rolle in Bezug auf die Ernährungsgewohnheiten zukommt. Aber auch Kita-Caterer sind verstärkt gefragt. Genau hier setzt das Projekt Start Low an. "Mit Start Low möchten wir Einrichtungen der Gemeinschaftsverpflegung im Bereich Kitaverpflegung dabei unterstützen, Salz und Zucker zu reduzieren und den Einsatz von Fett in den Mahlzeiten zu optimieren", so Dr. Ernestine Tecklenburg von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung.

Zusammen mit der Hochschule Albstadt-Sigmaringen (HSAS) und dem Unternehmen Pro Care Management (PCM) möchte die DGE Maßnahmen und Angebote für eine gesundheitsfördernde Kitaverpflegung entwickeln, die nicht nur die Anbieter unterstützt, sondern allen Beteiligten aufzeigt, wie sie sich gemeinsam für eine zucker- und salzreduzierte sowie fettoptimierte Verpflegung einsetzen können.

Caterer-Umfrage zur Kitaverpflegung

Um herauszufinden welche Schritte dafür notwendig sind, läuft derzeit eine Umfrage für Anbieter von Kitaverpflegung. "Unser Ziel ist es, zu erfassen, worauf die Anbieter beim Einkauf hochverarbeiteter Lebensmittel achten und welche Rolle aktuell die Salz- und Zuckerreduktion sowie die Fettoptimierung bei der Kitaverpflegung spielen," erläutert Dr. Tecklenburg.
Mitmacher für Online-Umfrage gesucht

Sie bieten Verpflegung für Kindertageseinrichtungen an? Dann können Sie jetzt bei einer großen Online-Umfrage Ihren Standpunkt und Ihr Know-how einbringen. Im Fokus stehen folgende Fragen:

  • Wie gestalten Sie ihre Speiseplanung?
  • Welche Kriterien sind für Sie beim Einkauf von hoch verarbeiteten Produkten für die Kitaverpflegung relevant?
  • Welche Bedeutung hat das Thema Salz- und Zuckerreduktion in Ihrem Unternehmen?

Mit diesen und weiteren Fragen möchte das Projektteam "Start Low" mehr darüber erfahren, wie Sie die Kitaverpflegung gestalten, ob das Thema Salz-, und Zuckerreduktion sowie Fettoptimierung in der Kitaverpflegung für Sie relevant ist und welche Maßnahmen Sie hier als geeignet empfinden. Der Fragebogen wird am besten von einer Person ausgefüllt, die mit den Abläufen beim Einkauf und der Produktion vertraut ist.

Hier geht's zur Umfrage.



Im Rahmen des Projekts werden zudem Nährwerte typischer Kitagerichte optimiert und Akzeptanztests, qualitative Interviews und Verhaltensanalysen mit Kindern durchgeführt. Bestehende Rezepte können auf dieser Basis überarbeitet werden. Um die Speiseanbieter bereits beim Einkauf zu unterstützen, wird vom Projektpartner PCM zurzeit eine Software entwickelt, die es ermöglicht, bereits bei der Bestellung Produkte mit geringem Gehalt an Zucker und Salz und wünschenswerten Fetten wie Rapsöl zu wählen. Des Weiteren wird im Projekt ein Schulungsprogramm für Mitarbeitende der Gemeinschaftsverpflegung konzipiert, welches die wichtigsten Aspekte zur Salz-, und Zuckerreduktion sowie zum Einsatz von Fett in der Kitaverpflegung umfasst.

"Wir möchten auf mehreren Ebenen agieren und Wege finden, um Speisen so zu optimieren, dass sie den Kindern auch schmecken und sowohl das Personal in der Gemeinschaftsverpflegung als auch die Eltern in die Förderung eines gesundheitsbewusstes Ernährungsverhalten einbinden", fasst Dr. Tecklenburg zusammen.

Start Low wird im Auftrag des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) durchgeführt und läuft seit dem vergangenen Herbst für drei Jahre. Die Förderung des Vorhabens erfolgt aus Mitteln des BMEL aufgrund eines Beschlusses des deutschen Bundestages. Die Projektträgerschaft erfolgt über die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) im Rahmen des Programms zur Innovationsförderung.

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