Klimateller-App

Einfach klimafreundlich kochen und begeistern


Bis Ende des Jahres ist die Nutzung der Klimateller-App kostenfrei.
Klimateller
Bis Ende des Jahres ist die Nutzung der Klimateller-App kostenfrei.

Eine kostenlose Web-Anwendung, die grammgenau die CO2-Emissionen eines Tellergerichts ermittelt, ist jetzt online gegangen. Initiatoren des Angebots sind die gemeinnützigen Initiativen Greentable und Nahhaft in Kooperation mit Eaternity.

Um nachhaltig Treibhausgas-Emissionen zu reduzieren, können Restaurants, Cafés, Kantinen oder Imbisse mit der Web-Anwendung unkompliziert klimafreundliche Gerichte entwickeln und in der Speisekarte mit einem Klimateller-Label kennzeichnen. So können Gastronomen Gäste gezielt ansprechen, die Wert auf saisonale, regionale und überwiegend vegetarische Speisen legen. Denn auf einem Klimateller sollen sie nur Zutaten finden, deren Herstellung mit vergleichsweise geringer Treibhausgasbelastung verbunden ist.

Messbarer Effekt

Die zugrundeliegende Anwendung stammt von dem Schweizer Software-Dienstleister Eaternity. Aus der bisherigen Nutzung der App für rund 76.000 Mahlzeiten wurde ein Durchschnitts-CO2-Wert von 1.550 Gramm pro Mahlzeit errechnet. Ein Klimateller soll nur rund halb so viel CO2-Emissionen verursachen.

Bis zum Jahresende kann die Klimateller-App sowohl von Gastronomen als auch von Privathaushalten kostenfrei genutzt werden. Wer sich registriert, kann auf eine Liste mit mehr als 500 Zutaten zugreifen und seine Rezepte hinterlegen. Bereits in den ersten 36 Stunden nach Freischalten der App haben sich an die 500 Nutzer registriert, freut sich Mit-Initiator Matthias Tritsch von Greentable. Und Doreen Havenstein von Nahhaft erläutert: "Wer regionale Saisonwaren einkauft und dabei eher auf Gemüse, Getreide oder Obst setzt, den Anteil tierischer Lebensmittel gering hält und die Portionsgröße so kalkuliert, dass nichts unnötig in der Tonne landet, macht alles richtig, um sich als klimafreundlicher Küchenchef auszuzeichnen."

Zum App-Service gehört  Promotionmaterial wie Plakate, Flyer und Feedbackkarten. Die Druckdaten für das Klimateller-Label für die Speisekarte stehen zum Download zur Verfügung.

Politik mit im Boot

Stellten die Klimateller-App in Berlin vor: (v.l.) Greentable-Gründer Matthias Tritsch, App-Entwickler Manuel Klarmann, Eaternity, die Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesumweltministerium Rita Schwarzelühr-Sutter und Doreen Havenstein, Nahhaft e.V.
Klimateller
Stellten die Klimateller-App in Berlin vor: (v.l.) Greentable-Gründer Matthias Tritsch, App-Entwickler Manuel Klarmann, Eaternity, die Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesumweltministerium Rita Schwarzelühr-Sutter und Doreen Havenstein, Nahhaft e.V.
Zum Start der Klimateller-App wurde ins Berliner Lokal Hermann's geladen und demonstriert, wie einfach die App in jedem Restaurant zum Einsatz kommen kann. "Die Klimateller-App hilft Gastronominnen und Gastronomen, nachhaltige Menüs zu kochen und dies für ihre Gäste sichtbar zu machen", sagt die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesumweltministerium (BMU) Rita Schwarzelühr-Sutter, die zur Auftaktveranstaltung ebenfalls vor Ort war. Der praktische Nutzen der App könnte gerade den Betreibern der Berliner städtischen Kantinen zugute kommen, erzählt Tritsch. Sie müssen künftig besonders klimafreundlich wirtschaften, da Berlin beschlossen hat, sich in mehreren Schritten bis zum Jahr 2050 zu einer klimaneutralen Stadt zu entwickeln.

Das BMU hat die inhaltliche Anpassung der App und die Website-Entwicklung für die Nutzung in Deutschland im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative gefördert. Ansprechpartner sind die Initiatoren Matthias Tritsch von Greentable und Doreen Havenstein, Nahhaft.

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