Max Rubner-Institut

Institut für Kinderernährung nimmt Arbeit auf


Im Fokus steht auch das Essverhalten von Schulkindern und Jugendlichen.
Thomas Fedra
Im Fokus steht auch das Essverhalten von Schulkindern und Jugendlichen.

Bundesernährungsministerin Julia Klöckner gab vor kurzem den offiziellen Startschuss für das neu lancierte Institut für Kinderernährung am Max Rubner-Institut in Karlsruhe. Ziel sei es, so die CSU-Politikerin, ein präventives Ernährungskonzept für Kinder und Jugendliche zu erarbeiten.

Das Institut für Kinderernährung soll die vorhandenen und neuen wissenschaftlichen Erkenntnisse zur Kinderernährung systematisch zusammenführen und bewerten. Auch Forschungslücken sollen gezielt bearbeitet werden. Dabei stehen die Auswirkungen von Fehlernährung in der Schwangerschaft und relevante Einflussgrößen auf die frühe Ernährung im Säuglings- und Kleinkindalter ebenso im Fokus wie das Ernährungs- und Essverhalten von Schulkindern und Jugendlichen.

Leuchtturm in Europa

Erstmals werde wissenschaftlich erforscht, welche Ernährung Kinder und Jugendliche wirklich brauchen, betont Bundesministerin Klöckner. „Mit der Arbeit des Institutes schaffen wir einen Leuchtturm für die Forschung in diesem Bereich – in Deutschland und in Europa.“ Die Ministerin appellierte auch an den engen Schulterschluss zwischen Forschung und Praxis, um Erkenntnisse schnell und effizient umzusetzen. Nicht zuletzt will die Ministerin die Ernährungskompetenz von Kindern und Jugendlichen in allen Lebensphasen mit entsprechenden Programmen stärken.

Präventive Konzepte auf der Agenda

Den lebensphasenspezifischen Ansatz zur Entwicklung von altersabhängigen präventiven Konzepten zur Senkung von Übergewicht und Adipositas hat sich auch die neue Leiterin des Instituts, Prof. Dr. Regina Ensenauer, auf die Fahnen geschrieben. Die Wissenschaftlerin, die bereits seit 2010 das Thema Prägung in Bezug auf Adipositas mit einer großen Studie bearbeitet, steht für die Erforschung des Themas auf qualitativ höchstem wissenschaftlichen Niveau sowie für praxisnahe Lösungen. „Ab der Geburt spielt die frühkindliche Ernährung und die Eltern-Kind-Interaktion für die Entwicklung eines gesunden späteren Ernährungsverhaltens eine zentrale Rolle – vom Stillen über die Einführung der Beikost bis hin zur Familienernährung“, erläutert Prof. Ensenauer.



stats