Nachruf

Lukas Rohé unerwartet verstorben

Lukas Rohé.
Aramark
Lukas Rohé.

Lukas Rohé, langjähriger Leiter Produktentwicklung / Business Support beim Cateringunternehmen Aramark, ist plötzlich und unerwartet im Alter von 62 Jahren verstorben. Der bekannte und geschätzte Küchenprofi prägte fast zwei Jahrzehnte lang das kulinarische Profil des Caterers. Mitarbeiter wie Unternehmen und Branchenfreunde macht die Todesnachricht fassungslos.

Lukas Rohé war gelernter Koch und Küchenmeister. Wie viele seiner Kollegen hatte er seine Wanderjahre in der gehobenen Gastronomie verbracht und erarbeitete sich so seine vielfach geschätzten Kompetenzen in Sachen Kochhandwerk und Kulinarik. Schließlich wechselte er in die Catering-Branche. Bei Eurest war eine seiner ersten Stationen die Betriebsleitung im Casino des Deutschen Fachverlags (dfv Mediengruppe). Das war Anfang der 90er Jahre. Es folgten die Karriereschritte Bezirksleiter und operativer Controller, Operations Service Manager und Leiter Prozessmanagement bis 2004. Dann der Wechsel zum Wettbewerber Aramark, wo er den Bereich Produktentwicklung mit einem eigenen Team erfolgreich auf- und ausbaute.

Zu den wesentlichen Zielen seines Schaffens in knapp zwei Dekaden gehörte es, die Qualität der Angebote den hohen gastronomischen und kulinarischen Ansprüchen anzupassen und die Handwerklichkeit in den Betrieben zu fördern. Dabei holte er viele Anregungen aus seinem großen Netzwerk im gesamten Feld der Top-Gastronomie, auf das er sichtlich stolz war. Zu Kochgrößen wie Nelson Müller, Heiko Antoniewicz oder Harald Wohlfahrt pflegte er ein freundschaftliches Verhältnis und nutzte deren Expertise für Kreativ-Rezepturen aus der Sterneküche sowie fundierte Workshops zur Mitarbeiterinspiration. Auch gastronomische Konzepte, Veranstaltungen und Wettbewerbe trugen Rohés Handschrift.
„Wir verlieren einen großartigen Menschen und lieben Freund.“
Jürgen Vogl, Vorsitzender der Geschäftsführung, Aramark

Er war ehrgeizig, konsequent und detailversessen, wenn es um neue kulinarische Ideen ging. Dazu passte, dass er vielfach als Juror tätig war. Er definierte seine Aufgabe als Ideengeber, Inspirator und war zugleich ein ewig Suchender. Auch mit seinen wichtigen Lieferpartnern pflegte er einen engen Dialog, um frühzeitig neue Produktideen aufzugreifen oder gemeinsam neue zu entwickeln. Dabei spielte für ihn Qualität immer die zentrale Rolle. Die Branche verliert mit ihm einen wichtigen Impulsgeber, kreativen Kopf, klugen Ratgeber und wertvollen Freund. 
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