New Food Conference

Wie geht’s weiter mit dem Fleisch?

Die New Food Conference in Berlin widmete sich diesmal der Ernährung der Zukunft.
Thilo Goegelein
Die New Food Conference in Berlin widmete sich diesmal der Ernährung der Zukunft.

Auf der "New Food Conference" in Berlin geht es um die Frage, wie die Ernährung der Zukunft aussehen könnte. Die Teilnehmer sind sich einig: Die Tage der Massentierhaltung sind gezählt.

Dieser Text ist ein Exzerpt. Die ausführliche Berichterstattung zur "New Food Conference" lesen Sie in der kommenden April-Ausgabe der foodservice.

Spätestens als Mark Post am zweiten Tag auf die Bühne kommt, geht die ohnehin schon ziemlich zukunftsbeschwipste "New Food Conference" in Berlin in ihre visionäre Phase. Rund 350 Menschen, es sind Wissenschaftler, Gründer, Investoren, viele aus der Lebensmittelindustrie und -handel, einige aus der Gastronomie sowie internationale Journalisten, sind in die Kalkscheune gekommen, um zu hören, wie es weiter gehen könnte mit dem Fleisch. Oder besser – nach dem Fleisch. Denn eins ist hier jetzt schon Konsens: die Tage der Massentierhaltung sind gezählt.

Post ist sowas wie eine Lichtgestalt. Seine Firma Mosa Meat hat vor fünf Jahren den ersten Burger aus Fleisch serviert, für den aber kein Tier sterben musste. Das Patty wurde aus Stammzellen in einer Petrischale gezüchtet und mit Safran und Rote Bete gefärbt. "Allerdings schmeckte es ziemlich trocken", sagt Post. Denn Fett war nicht drin. Nicht der einzige Nachteil: Er war auch ziemlich teuer. 250.000 Euro habe seine Produktion gekostet.

Fett aus dem Labor

Seinem Optimismus tut das keinen Abbruch. Fett könne man im Labor züchten, genau wie Muskelfleisch. Technisch sei es machbar, In-vitro-Fleisch zu produzieren, man müsse aber noch deutlich effizienter werden, um auch im großen Maßstab produzieren zu können: "Es ist ein Hürdenlauf. Aber keine Hürde ist unüberwindbar." Die Zulassung, die bei einem neuen Produkt wie seinem so einfach wohl nicht werden wird, die sieht er als Marketing. In drei, vier Jahren, sagt Post, könne der Burger der Zukunft auf den Markt.

New Food Conference: Was wir in Zukunft essen



Um "plant based meat" – also Fleischersatz etwa aus Soja, Kichererbsen, Quinoa oder Lupinien – und "clean meat" – also im Labor gezüchtetes Fleisch – ist gerade ein Gründerfieber entbrannt. Allein auf letzterem Gebiet sind in den letzten Jahren über 30 internationale Start ups gegründet worden. Die Aufbruchsstimmung spürt man auch in der Kalkscheune.

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