Nielsen Studie

Verbrauchervertrauen stabilisiert sich

Die Stimmung unter den Verbrauchern ist gut (Symbolbild).
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Die Stimmung unter den Verbrauchern ist gut (Symbolbild).

Der Gemütszustand der Verbraucher ist ein wichtiger Indikator für künftige Markt-Entwicklungen, auch im Außer-Haus-Segment. Gute Nachrichten: In Deutschland blicken Menschen wieder optimistischer in die Zukunft. Das ist das Ergebnis des aktuellen Verbrauchervertrauensindex von Nielsen und The Conference Board.

In Deutschland lag der Index im dritten Quartal 2019 bei 104 Indexpunkten und ist damit im Vergleich zum vorangegangenen Quartal um einen Punkt gestiegen. Im europäischen Optimismus-Ranking rückt Deutschland von Platz sechs wieder auf Platz zwei. Aktuell sind nur die Dänen noch zuversichtlicher (118 Punkte, + 1 Punkt).

Der gesamteuropäische Durchschnitt erreicht 88 Punkte (+ 1 Punkt). In den Niederlanden (103 Punkte, -7 Punkte) und in Tschechien (103 Punkte, -4 Punkte) ist das Verbrauchervertrauen im Vergleich zum vorherigen Quartal besonders stark gesunken.
Nielsen Verbrauchervertrauensindex, 3. Quartal 2019.
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Nielsen Verbrauchervertrauensindex, 3. Quartal 2019.

Aufwärtstrend nach gedämpften Monaten

Der Verbrauchervertrauensindex bildet die Einschätzung der Verbraucher zu ihren Job-Aussichten, ihrer persönlichen finanziellen Situation und ihrer Bereitschaft, Geld auszugeben, ab – immer mit Blick auf die kommenden zwölf Monate. Weltweit untersucht Nielsen seit 2005 das Verbrauchervertrauen in 64 Ländern.
"Die Deutschen blicken optimistisch auf das neue Jahr 2020. Während die Verbraucherstimmung in den letzten Monaten etwas gedämpft war, kündigt sich nun wieder ein Aufwärtstrend an", sagt Jens Ohlig, Vorsitzender der Geschäftsführung von Nielsen DACH. "Im europäischen Vergleich klettert Deutschland wieder auf die Spitzenplätze – auch weil das Verbrauchervertrauen in vielen europäischen Ländern weniger konstant positiv ist."

Eigene finanzielle Lage optimistisch eingeschätzt

So halten im dritten Quartal 2019 54 Prozent der Deutschen die kommenden zwölf Monate für einen guten oder sehr guten Zeitpunkt, um Geld auszugeben. Das sind rund vier Prozent weniger als im vergangenen Quartal. Zum Vergleich: Im europäischen Durchschnitt sagen das 37,5 Prozent (+1 Prozent).

Dazu kommt, dass die Deutschen ihre eigene finanzielle Lage optimistisch einschätzen; 59 Prozent der Verbraucher hierzulande bewerten ihre Finanzsituation für die kommenden zwölf Monate mit gut oder sehr gut (+1 Prozent). Im europäischen Durchschnitt sind es 46 Prozent (+7 Prozent).

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