Noyanum

Nominiert für den Bundespreis "Zu gut für die Tonne!"

Die Gründer des Start-ups Noyanum haben Foodwaste mit Deep-Learning-Algorithmen den Kampf angesagt: Jakob Breuninger (l.) und Valentin Belser.
Noyanum/Stw. Frankfurt am Main
Die Gründer des Start-ups Noyanum haben Foodwaste mit Deep-Learning-Algorithmen den Kampf angesagt: Jakob Breuninger (l.) und Valentin Belser.

In fünf Studierendenwerken hat das Start-up Noyanum mittels Algorithmen die Verschwendung von Lebensmitteln und Ressourcen reduziert. Das gemeinsame Projekt "Absatzprognosen für die Hochschulgastronomie" wurde nun für den Bundespreis "Zu gut für die Tonne!" des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) nominiert.

Die Träger des Axel-Bohl-Preises 2017 des Deutschen Instituts für Gemeinschaftsgastronomie, Valentin Belser und Jakob Breuninger, sind mit ihrer KI-Entwicklung durchgestartet. Ihr Gemeinschaftsprojekt mit fünf Studierendenwerken hat es unter die besten 18 von insgesamt 117 eingereichten Ideen geschafft.


Der Preis "Zu gut für die Tonne!" wird in den Kategorien Handel, Gastronomie, Produktion und Landwirtschaft, Gesellschaft und Bildung sowie erstmals auch in der Kategorie Digitalisierung verliehen. Zudem werden drei mit 5.000 bzw. 10.000 Euro dotierte Förderpreise vergeben. Die Gewinner werden am 3. April 2019 in Berlin im Rahmen einer festlichen Preisverleihung mit Bundesministerin Julia Klöckner bekanntgegeben.

Innovationen gegen Food Waste

Mit dem "Zu gut für die Tonne!"-Bundespreis zeichnet das BMEL nun zum vierten Mal herausragende Projekte gegen Foodwaste aus. Dabei wurde wie auch in den Vorjahren die ganze Bandbreite der Wertschöpfungskette ins Visier genommen: Bewerben konnten sich Unternehmen, Verbände, Vereine, Kommunen, Forschungseinrichtungen ebenso wie Einzelpersonen.

Zu den Nominierten zählen neben dem Noyanum-IT-Projekt unter anderen in der Kategorie Gastronomie die Frischküche Stefan Gerhardt für "Nachhaltiges Handeln für Schüler und mit den Schülern" und das Studierendenwerk Ulm für "Happy Hour". Im Bereich Landwirtschaft und Produktion ist das "Frankfurter Knärzje – ein Brotbier gegen Lebensmittelverschwendung" des Vereins Shout Out Loud unter den besten drei. Der Verein Ackerdemia ist in der Kategorie Gesellschaft und Bildung mit dem Programm "Ackern schafft Bildung" nominiert.

Initiative Zu gut für die Tonne!

18 Nominierte, vier Trophäen. Am 3. April werden die Preise in Berlin verliehen.
Zu gut für die Tonne!
18 Nominierte, vier Trophäen. Am 3. April werden die Preise in Berlin verliehen.
Allein in Privathaushalten landen in Deutschland pro Person und Jahr rund 55 Kilogramm Lebensmittel in der Tonne. Wie sich Lebensmittelabfälle reduzieren lassen, will die BMEL-Initiative Zu gut für die Tonne!" aufzeigen. Akteure aus Industrie, Handel, Gastronomie und Landwirtschaft sowie Verbraucherverbänden, Kirchen und NGOs unterstützen die Initiative. Tipps zu Lebensmittellagerung und -haltbarkeit, Fakten zur Lebensmittelverschwendung sowie Rezepte für beste Reste finden Interssierte auf der Webseite.

Die Nominierten 2019

Handel
• Aldi Süd für den "Mindesthaltbarkeitsdatum-Hinweis auf Milchpackungen" (Mülheim an der Ruhr, NRW)
• Edeka Dirnberger für den "Lebensmittel Fair-Teiler" (Wenzenbach, Bayern)
• Penny Markt GmbH für "Kostbares retten" und "Naturgut Bio-Helden" (Köln, NRW)

Gastronomie
• Cassius Garten für "Alles aufessen" (Bonn, NRW)
• Frischküche Stefan Gerhardt für "Nachhaltiges Handeln für Schüler und mit den Schülern" (Sassenburg, Niedersachsen)
• Studierendenwerk Ulm für "Happy Hour" (Ulm, Baden-Württemberg)

Landwirtschaft und Produktion
• Netzwerk Unser Land für "Krummes Gemüse, perfekte Qualität – Unser Land Bio Suppen" (Esting, Bayern)
• ShoutOutLoud e.V. für "Frankfurter Knärzje – Ein Brotbier gegen die Lebensmittelverschwendung" (Frankfurt, Hessen)
• Veggiespecials für "Tofu Mama – Rettet Tofu-Waisenkinder" (Köln, NRW)

Gesellschaft und Bildung
• Ackerdemia für "Ackern schafft Bildung" (Potsdam, Brandenburg)
• Berliner Tafel für "KIMBA" (Berlin)
• Heimatverein Keppeln für "Fallobst ist kein Abfall" (Keppeln, NRW)

Digitalisierung
• Marktschwärmer (Berlin)
• Noyanum und verschiedene Studierendenwerke für "Absatzprognosen für die Hochschulgastronomie" (Garching, Bayern)
• Too Good to Go (Berlin)

Förderpreis
• Antegon GmbH für "Food Tracks" (Münster, NWR)
• Bioland Gemüsehof Hörz für "Bodenschätze" (Filderstadt, Baden-Württemberg)
• nXm film production (Melanie Hauke und Nina Lorenzen) für "Zero Waste Cooking mit Sophia Hoffmann" (Berlin)



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