Peter Pane

"Wir legen Wert auf flache Hierarchien"


Patrick Junge, Geschäftsführer und Inhaber der Unternehmensgruppe Paniceus, über die Expansion von Peter Pane.
Peter Pane
Patrick Junge, Geschäftsführer und Inhaber der Unternehmensgruppe Paniceus, über die Expansion von Peter Pane.

Unlängst hat die Better-Burger-Kette Peter Pane einen Standort in Frankfurt eröffnet. Es ist das zweite Restaurant des Unternehmens in Hessen, und der 32. Standort insgesamt. Worin liegen die Herausforderungen der Expansion? Und welche Ziele hat sich das Unternehmen für dieses Jahr gesetzt? Patrick Junge, Geschäftsführer und Inhaber der Unternehmensgruppe Paniceus, im Interview mit FOOD SERVICE.

Bisher dominieren nördliche Lagen und der Peter Pane-Standort-Radius in Deutschland reichte bis Nordhessen. Was reizt Sie besonders an Frankfurt am Main?

Als Unternehmen, mit Sitz in Lübeck, war es naheliegend, erst einmal aus dem Norden heraus zu starten. Frankfurt ist für uns ein spannender Standort, da diese Stadt über eine sehr bunte und heterogene Ausgehkultur verfügt. Und wir sind gerade vor diesem Hintergrund sehr überzeugt, genau richtig in Frankfurt zu sein.

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Was erwarten Sie von den Gästen der Mainmetropole?

Auch wenn wir eine Restaurantkette sind, werden unsere Gäste sehr schnell feststellen, dass wir definitiv kein Mainstream sind. Am besten wird man dies an unserem Servicepersonal fest machen können. Im besten Sinne ein bunter Haufen mit sehr unterschiedlichen Charakteren, die vor allem Freude an einem guten und individuellen Service haben. Und alle unsere Philosophie "im Herzen jung" voll leben.

Wie hoch sind die Investitionen in die Frankfurter Unit? Und welche Erfolgsparameter wünschen Sie sich entsprechend für dieses Restaurant mit 380 Plätzen insgesamt?

Unsere Investitionen liegen in einem unteren siebenstelligen Bereich. Haben Sie aber bitte Verständnis, dass wir keine genauen Zahlen veröffentlichen, da wir uns in einem sportlichen Wettbewerbsumfeld befinden und das Beherrschen dieser Zahlen auch ein klarer Wettbewerbsvorteil sind.

Sie beschäftigen 50 Mitarbeiter am Frankfurter Standort. Wie gelingt Ihnen angesichts des Mitarbeitermangels in der Gastronomie die erfolgreiche Akquise?

Wir legen sehr viel Wert auf die Individualität bei unserem Service-Personal. Keiner muss sich verbiegen oder irgendein standardisiertes "Kostüm" tragen. Was zählt ist ein guter, echter Charakter. Aus diesen Gründen hält sich die Fluktuation bei uns auch sehr in Grenzen. Und eine gute Mitarbeiterbindung ist vielleicht doch manchmal ganz simpel: sich einfach offen und auf Augenhöhe begegnen.

Angesichts des starken Wachstums: Wie schnell wächst da die Unternehmensorganisation mit?

Ohne Frage ist ein schnelles Wachstum auch eine Herausforderung an die zentrale Organisation. Aus unserer Sicht betrifft dies aber vor allem eine Automatisierung von Prozessen, z.B. bei der Produktion von Werbemitteln und Ausstattung der Betriebe im laufenden Geschäft. Und logischerweise werden auch die Mitarbeiterzahlen im operativen Geschäft angepasst. Aber wir legen auch viel Wert auf flache Hierarchien und ein Kern-Team von Hauptverantwortlichen, dass macht uns schnell in Entscheidungsprozessen und wir bleiben beweglich. Organisationen können sich sehr schnell aufblähen und dadurch Dynamik extrem einbremsen oder anders gesagt: ein dicker Bauch macht müde.

Bis 2020 peilen Sie 45 Peter Pane-Restaurants und 100 Mio. Euro Umsatz an. Ist dieses ehrgeizige Ziel nach aktuellem Stand August 2019 zu schaffen?

Dieses ehrgeizige Ziel ist definitiv zu schaffen. Unsere Überzeugung beruht einfach auch auf der extrem rasanten und positiven Entwicklung in der Vergangenheit. Wir sind äußerst investitionsgetrieben, inhabergeführt, erfahren, und mit Kapital ausgestattet. Bei uns steht der Kapitän auf der Brücke und steuert und entwickelt mit seiner sehr guten Mannschaft mit Herz und Leidenschaft Peter Pane. Und hier kommt eben auch der Aspekt einer schlanken Organisationsstruktur zum Tragen. Wir benötigen keine überbordende Unternehmensrepräsentanz als Insignie des Erfolgs, sondern erfolgreiche Restaurants, in den wir sehr viel Liebe in die Ausstattungen stecken, bei der Auswahl unserer Mitarbeiter.

Welche Herausforderungen müssen Sie meistern?

Die größte Herausforderung ist das Finden geeigneter Ladenflächen. Dies ändert sich allerdings gerade auf angenehme Weise, da viele Vermieter sich jetzt auch proaktiv bei uns melden.

Wie viele Eröffnungen sind für dieses Jahr noch geplant?

In diesem Jahr sind noch fünf weitere Eröffnungen geplant. Da wir noch in den Endverhandlungen bzgl. der Mietflächen sind, können wir noch keine konkreten Standorte nennen. Timmendorf ist bekannt und wir werden dann demnächst auch noch einmal wieder weiter im Süden, in München, eröffnen.



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