FH Münster

Nachhaltigkeits-Check für Fisch und Meeresfrüchte

Woher kommt der Fisch für unsere Fischstäbchen? Studierende der FH Münster sind dieser Frage nachgegangen.
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Woher kommt der Fisch für unsere Fischstäbchen? Studierende der FH Münster sind dieser Frage nachgegangen.

Im Rahmen eines Seminars untersuchten angehende Oecotrophologen der FH Münster die ökologischen und sozialen Auswirkungen der Fischindustrie und ihrer Wertschöpfungskette. Ihre Ergebnisse präsentieren sie nun in einer Studie.

Der Fang- und die Verarbeitung von Deutschlands beliebtestem Speisefisch, dem Alaska-Seelachs ist problematisch. Dies stellten die Studierende des Masters Nachhaltige Dienstleistungs- und Ernährungswirtschaft in einer Untersuchung aus dem Wintersemester 2017/18 fest. In einer sogenannten Hotspot-Analyse identifizierten sie besonders bedenkliche oder ineffiziente Punkte in der Wertschöpfungskette der Fischindustrie.

Schwierige Arbeitsbedingungen

In Bezug auf den Alaska-Seelachs bereiten ihnen vor allem die Arbeitsbedingungen in China Sorge, wo der Fisch nach dem Fang im Nordpazifik weiterverarbeitet wird. So werden die Angestellten hier beispielsweise ausschließlich nach Akkordlöhnen, also der Anzahl und Qualität der produzierten Ware, bezahlt. Zusätzlich müssen sie Arbeitsschichten von bis zu 12 Stunden in Kauf nehmen.

Zuviele Produktionsschritte

Auch die Verarbeitungskette gibt den Studierenden Anlass zu Kritik. So wird Alaska-Seelachs in der Regel zweimal tiefgefroren, direkt nach dem Fang auf hoher See und ein zweites Mal nach der Verarbeitung in der Fabrik. Dieser Prozess verbraucht viel Energie und produziert gleichzeitig hohe Mengen an CO2. Würde der Fisch gleich am Fangort weiterverarbeitet, könnte auf das zweite Einfrieren verzichtet werden.

Alle Ergebnisse der Hotspot-Analyse für Fisch und Meeresfrüchte stehen auf der Website der FH Münster kostenfrei zur Verfügung. Neben Alaska- Seelachs lassen sich dort die Analysen zu Lachs, Sardinen, Thunfisch, Hering, Kabeljau, Pangasius und Garnelen nachlesen.



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