Studentenwerk Gießen

Ausgezeichnet auf dem Hessentag

Ministerin Priska Hinz (r.) mit dem Leiter der Hochschulgastronomie Guido Wolf (2.v.l.), seiner Stellvertreterin Annabell Diehl (Mitte) und Ute Theiß (2.v.r.), Ressortleiterin Logistik/Food (alle Studentenwerk Gießen). Johann Ferber (l.), Aufsichtsratsvorsitzender der MGH freut sich mit.
Stw. Gießen
Ministerin Priska Hinz (r.) mit dem Leiter der Hochschulgastronomie Guido Wolf (2.v.l.), seiner Stellvertreterin Annabell Diehl (Mitte) und Ute Theiß (2.v.r.), Ressortleiterin Logistik/Food (alle Studentenwerk Gießen). Johann Ferber (l.), Aufsichtsratsvorsitzender der MGH freut sich mit.

Eine Urkunde mit der Auszeichnung "Geprüfte Qualität – Hessen" hat die hessische Umweltministerin Priska Hinz dem Studentenwerk Gießen auf dem Hessentag in Bad Hersfeld überreicht. Die Mensen in Gießen, Friedberg und Fulda beziehen Kartoffeln und Fleisch aus Hessen.

Alle fünf Mensen des Gießener Studentenwerkes haben sich Anfang 2018 zertifizieren lassen und führen seither das offizielle Qualitätszeichen des Landes Hessen: "Geprüfte Qualität – Hessen" (GQH). Vergeben wird das Siegel von der Marketinggesellschaft Gutes aus Hessen (MGH). Bei der Ehrung betonte die hessische Staatsministerin für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz Priska Hinz, dass Gäste durch die mit Siegel versehene geprüfte Wertschöpfungskette verlässlich gute, gesunde Lebensmittel erhielten.

„Regionalität ist mehr als ein Trend. Sie verspricht eine konstant hohe Qualität und gibt Sicherheit über die Herkunft von Lebensmitteln.“
Guido Wolf, Leiter Hochschulgastronomie, Stw. Gießen
Gespräche mit Studierenden hätten gezeigt, so Wolf, dass ihnen die Herkunft ihres Mensaessens wichtig sei. Und die Ernährungsstudie des Dachverbandes Deutsches Studentenwerk hat ergeben, dass 76 Prozent der Studierenden vor allem Wert auf die regionale Herkunft von Lebensmitteln legen. "Als Unternehmen mit mehreren Standorten mitten in Hessen, war es für uns logische Konsequenz, uns der GQH-Zertifizierung zu unterziehen", so Wolf weiter. Neben der Qualität der Lebensmittel sei die soziale Verantwortung für ein gemeinnütziges Unternehmen wie das Studentenwerk relevant, ergänzte seine Stellvertreterin Annabell Diehl mit dem Hinweis auf die kurzen Transportwege. "Zudem überzeugt mich, dass das Tierwohl bei Aufzucht und auch Schlachtung im Fokus steht", so Diehl.

Langfristig und konsequent

Über ein Jahr haben die Abteilungen Hochschulgastronomie und Qualitätsmanagement gemeinsam daran gearbeitet, bei frischem Schweine-, Rind-, und Wildfleisch sowie frischen Kartoffelprodukten auf GHQ-Qualität umzustellen. Schweine- und Rindfleisch kommen nun aus der Odenwälder Metzgerei in Fränkisch-Crumbach, die Fleisch nur von GQH-zertifizierten Erzeugern im Umkreis bezieht. Es sind mehrheitlich kleine und mittelständische Betriebe mit maximal 2.500 Schweinen und 300 Bullen. Gefüttert wird weitgehend selbst produziertes gentechnikfreies Futter. Auf Antibiotika wird verzichtet. Geschlachtet wird im nahegelegenen Regional-Schlachthof Brensbach. Wildspezialitäten für Wildbratwurst oder Wildschweingulasch kommt von der RVF Raiffeisen Vieh und Fleisch Hessen eG in Bad Hersfeld. Verarbeitet wird hier ausschließlich freilebendes Wild aus dem Seulingswald.

Für alle selbst produzierten Kartoffelprodukte verwendet das Studentenwerk Kartoffeln von der Helmut Funk GbR, einem landwirtschaftlichen Familienbetrieb in Büttelborn. In der Mensa der Hochschule Fulda gibt es zusätzlich Kartoffeln in Bio-Qualität von der St. Antonius gGmbH.

Hessische Qualitätsmarke

Die Qualitätsmarke "Geprüfte Qualität – HESSEN" hat derzeit hessenweit über 600 Partnerbetriebe – vom kleinen Eier-Direktvermarkter im Nebenerwerb über den Metzger mit eigener Schlachtung bis hin zu Betrieben der Gemeinschaftsverpflegung.

Studentenwerk Gießen

Das Studentenwerk Gießen bietet den über 55.000 Studierenden der Justus-Liebig-Universität Gießen, der Technischen Hochschule Mittelhessen und der Hochschule Fulda umfassende Serviceleistungen. Es sorgt für preiswerten Wohnraum und hält über 3.400 Wohnheimplätze an den Hochschulstandorten Gießen, Friedberg und Fulda bereit. Das Studentenwerk berät zur Studienfinanzierung (BAföG, Stipendien, Studienkredite) und bietet eine allgemeine Sozialberatung. In insgesamt fünf Mensen und zehn Cafeterien und Kaffeebars an den Hochschulstandorten Gießen, Friedberg, Fulda und Wetzlar bietet das Studentenwerk ein abwechslungsreiches Verpflegungsangebot vom Frühstück bis zum Abendessen.



stats