Weltüberlastungstag

Ressourcen für dieses Jahr verbraucht

Die weltweiten Ressourcen sind für dieses Jahr global aufgebraucht.
Chone (shutterstock.com)
Die weltweiten Ressourcen sind für dieses Jahr global aufgebraucht.

Am 29. Juli hat die Menschheit ihr Budget an natürlichen Ressourcen für das Jahr 2019 aufgebraucht. Ab jetzt lebt die Welt auf Kosten der kommenden Generationen. Dies geht aus den Berechnungen des Global Footprint Network hervor.

Das Datum des Weltüberlastungstags ist in den vergangenen 20 Jahren um ganze zwei Monate vorgerückt. Einigermaßen im Einklang standen Angebot und Nachfrage zuletzt Anfang der 70er Jahre. Schuld daran sind vor allem die westlichen Industrienationen, wie eine weitere Infografik von Statista zeigt. Würden alle Menschen so leben wie in den USA, bräuchten wir fünf Erden. Für den deutschen Lebensstil bräuchte es hochgerechnet gut drei Erden. 

Der Weltüberlastungstag im Vergleich

Jedes Jahr etwas früher: der Weltüberlastungstag (Quelle: Global Footprint Network/statista)
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Jedes Jahr etwas früher: der Weltüberlastungstag (Quelle: Global Footprint Network/statista)

Mit dem Weltüberlastungstag berechnet die Organisation Global Foodprint Network alljährlich das genaue Datum, an dem der ökologische Fußabdruck des Menschen die Bio-Kapazitäten der Erde überschreitet, kurzum, wir auf Öko-Pump leben. Denn unser Planet produziert nicht genug Ressourcen, um unseren derzeitigen Lebenswandel zu finanzieren.

Für die Berechnung des Weltüberlastungstages stellen die Experten die „biologische Kapazität“ der Erde, Ressourcen aufzubauen – wie etwa Wälder, Wiesen und Gewässer – den ökologischen Fußabdruck gegenüber. Das Konzept des Weltüberlastungstages geht auf den britischen Ökonom Andrew Simms zurück. In Zusammenarbeit mit dem Gobal Foodprint Network startete er 2006 die erste globale Kampagne, um auf die Ressourcen-Misswirtschaft der Welt aufmerksam zu machen. Seit 2007 beteiligt sich der WWF, die größte Naturschutzorganisation der Welt, am Earth Overshoot Day.



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