What the Food!

Fehler macht man nur einmal!

Nina Rümmele und Ekaterina Bozoukova hatten mit What the Food Großes vor.
What the Food
Nina Rümmele und Ekaterina Bozoukova hatten mit What the Food Großes vor.

Vom prämierten Gastro-Start-up in die Insolvenz. Was den What-the-Food-Gründerinnen Ekaterina Bozoukova und Nina Rümmele passierte, ist kein Einzelfall. Mit ihren Tipps wollen sie jetzt andere Gründer vor einem solchen Schicksal bewahren.

Dieser Text ist ein Exzerpt. Den ganzen Artikel lesen Sie in der Märzausgabe der foodservice.

Als sie 2015 ihren ersten Standort in der Kaiserstraße in Frankfurt eröffneten, hatten Ekaterina Bozoukova und Nina Rümmele eine klare Mission. Ihr Restaurant What the Food sollte das erste system gastronomische Konzept werden, das gesunde, schnelle, leckere Küche zu fairen Preisen anbietet. Die Zielgruppe? Gesundheitsbewusste Büroangestellte und Sportler. Auf der Speisekarte, die mithilfe einer Ernährungsberaterin und eines Kochs entwickelt wurde, standen Gerichte wie Maispoularde mit Süßkartoffelpüree, Karotten-Zucchini-Spaghetti, Frühstücks-Bowls und frische Smoothies. Dazu brachten die beiden Gründerinnen, die vor ihrer Gastro-Zeit im Consulting und Investmentbanking gearbeitet hatten, reichlich betriebswirtschaftliches Know-how mit.

Hohe Gästezahlen

Kurz nach dem Start konnten sich Ekaterina Bozoukova und Nina Rümmele über hohe Gästezahlen freuen und planten bereits die Expansion in Frankfurt und Hamburg. Gleichzeitig hagelte es Preise und Auszeichnungen, wie etwa den Food Court Star des Shoppingcenter-Betreibers ECE. Und dann war plötzlich Schluss. Im November 2017 mussten die beiden Gründerinnen Insolvenz anmelden. Als Hauptgründe für das Aus nennen Rümmele und Bozoukova heute eine geplatzte Finanzierungsrunde sowie die strategische Fehlentscheidung, den Mietvertrag für einen vierten Laden in der Hamburger Europa-Passage zu unterzeichnen.

Mit ihrem Scheitern gehen die Freundinnen jedoch offen um. Im vergangenen Jahr versuchten sie über eine Kickstarter-Kampagne Geld für ein Buch einzusammeln, mit dem sie anderen Gründern Tipps und Ratschläge für eine erfolgreiche Gründung und den Umgang mit einer Insolvenz geben wollten. Arbeitstitel: "We fucked up, so you don’t have to." Aufgrund von rechtlichen Problemen musste diese jedoch eingestellt werden. Darum gibt es jetzt bei foodservice ihre 10 Tipps für angehende (Gastro-) Gründer und solche, die es werden wollen.

Wichtige Tipps

1. Bürge niemals privat! Weder für Kredite noch für 10-Jahres-Mietverträge. Aus der eigenen Gründererfahrung würden wir empfehlen, ohne Fremdkapital zu gründen – zumindest nicht von Banken, da dieses immer privat verbürgt werden muss.

2. Trenne dich lieber schneller als zu langsam von unpassendem Personal! Gerade in der Anfangszeit braucht es Mitarbeiter, die zu 100 Prozent von deinem Konzept überzeugt sind.

3. Schaffe ein Konzept, das jeder schnell versteht und das nicht zu viel Erklärung bedarf! Kompliziertes schreckt potenzielle Gäste ab. Deine Idee sollte zudem skalierbar und nicht personenabhängig sein.

Welche weiteren Tipps die beiden Gründerinnen von What the Food! haben, erfahren Sie in der Märzausgabe der foodservice. Noch kein Abo? Hier geht es zum Probe-Abo.



stats