Workshop "Startup IQ"

Start-ups und Unternehmen tauschen sich aus

Tim Horn (Oatsome, links), Wolfgang Schmidberger (Rational) und Sven Forgber (How I Like) im angeregten Gespräch.
Markus Roman
Tim Horn (Oatsome, links), Wolfgang Schmidberger (Rational) und Sven Forgber (How I Like) im angeregten Gespräch.

Wie kommen Start-ups und Unternehmen zusammen? Welche Erwartungen haben beide Seiten aneinander? Mit diesen Fragen beschäftigten sich Vertreter beider Seiten beim Workshop "Startup IQ", der im Rahmen des diesjährigen Snack-Kongress in Wiesbaden stattfand. Organisiert wurde der Workshop von Gründerküche.de.

Als Intro gab Workshopleiter Jan C. Küster vom Founders Fight Club einen Überblick auf die Unterschiede im Umgang mit Innovation zwischen etablierten Unternehmen und Start-ups. So arbeiteten Start-ups zwar häufig hoch innovativ, hätten jedoch in der Regel einen schwierigeren Zugang zum Markt und stünden unter operativem und monetärem Druck. Etablierte Unternehmen hätten oft den finanziellen und personellen Spielraum für Experimente, scheiterten dagegen aber oft an den "3 Corporate Sins".

3 Corporate Sins laut Jan Küster
  • No Execution: Ideen und Produkte werden zwar entwickelt, aber noch vor Tests zerredet und bekommen keine Möglichkeit, sich zu beweisen.
  • No learning: Aus Testläufen werden keine oder die falschen Schlüsse gezogen.
  • Too loyal: Innovationen werden nicht angegangen, weil sie (vermeintlich) nicht zum Unternehmen passen oder den Unternehmensinteressen entgegenstehen zu scheinen.

Im Anschluss an den Vortrag bearbeiteten kleine Arbeitsgruppen, jeweils bestehend aus Unternehmens- und Start-up-Vertretern, Aufgabenpakete zu Fragestellungen wie: Wie sieht eine gegenseitige Erwartungshaltung aus und wie kann erfolgreiche Kommunikation untereinander aussehen? Welche positiven Erfahrungen haben beide Seiten mit Innovationen gemacht? Die Ergebnisse wurden in der Gruppe präsentiert. 

Nach Aussagen der Teilnehmer in einer abschließenden Feedback-Runde half vor allem der jeweilige Einblick in die Denkweise der "anderen Seite". So könne man besser verstehen, was das Gegenüber bewegt und sich künftig darauf einstellen.

stats