Lebensmittel-Spenden

Keine Steuernachzahlungen

Der Bund der Steuerzahler (BdSt) begrüßt das Einlenken der Finanzverwaltung im Streit um Brötchenspenden. Wer in der Vergangenheit als Unternehmen Waren an die Tafeln spendete, musste unter Umständen mit einer hohen Steuernachzahlung rechnen.


Betroffen waren vor allem Bäckereien, die abends nicht verkauftes Brot, Brötchen und Gebäck an soziale Einrichtungen spendeten. Denn kostenlos abgegebene Lebensmittel werden als Sachspenden bewertet. Diese unterliegen der Umsatzsteuer. Dieser Mechanismus führte bei vielen Unternehmern zu Steuernachzahlungen.

Hätte der Bäcker, Metzger oder Gemüsehändler die Lebensmittel hingegen in den Müll geworfen statt zu spenden, hätte er keine Steuern zahlen müssen. Ende Juli war bekannt geworden, dass die Finanzverwaltung nun einlenkt. Werden Lebensmittel gespendet, deren Haltbarkeit abläuft, soll deren Wert auf null Euro festgesetzt werden, sodass keine Umsatzsteuer anfällt.

Hans-Ulrich Dietz



stats