Lebensmittelüberwachung in 2007

jeder 4. Betrieb negativ

Nahezu jeder vierte überprüfte Betrieb fiel den Lebensmittelkontrolleuren im Jahr 2007 negativ auf. Mit diesem Fazit eröffnete Dr. Helmut Tschiersky-Schöneburg, Leiter des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) die Pressekonferenz zum Jahresbericht 2007 der Lebensmittelüberwachung. Von den knapp 1,2 Millionen Betrieben, die Lebensmittel herstellen, bearbeiten oder verkaufen, wurden 562.000 in 2007 kontrolliert. Am häufigsten stellten die Kontrolleure allgemeine Hygienemängel fest. Die betrieblichen Eigenkontrollen wurden bei gut sieben Prozent der überprüften Unternehmen beanstandet. Bei ihren Besuchen in den Betrieben nahmen die Kontrolleure zusätzlich rund 400.000 Lebensmittelproben. Mit 15 Prozent hat sich der Anteil der beanstandeten Proben seit 2002 nicht wesentlich geändert. Die Hälfte dieser Beanstandungen gehen auf Fehler in Kennzeichnung und Aufmachung zurück. Mit 14 Prozent fielen mikrobiologische Verunreinigungen auf, zum Beispiel verdorbene Ware. Jede zehnte beanstandete Probe wies andere Verunreinigungen, wie Schimmelpilzgifte oder Pflanzenschutzmittel, auf. Auch hier betonten die Experten, die hohe Zahl der Funde gehe auf die starke Risikoorientierung bei der Probenziehung zurück. (aid)



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