Eier-Skandal in Holland

"Eier für Shampoo in Lebensmitteln verwendet", so lautete die Überschrift eines Artikels auf der Website des Nachrichtendienstes "NU.nl", Amsterdam, erschienen ist. Wieder war die Lebensmittelbranche betroffen. Eier, die nur noch für die Herstellung von Haarshampoo oder Leim taugten, waren u. a. an deutsche Lebensmittelverarbeiter verkauft worden. Erinnerungen an den Birkel-Skandal kommen hoch. Nach dem Motto "merkt ja keiner" wurden von einem Weerter (NL) Unternehmen Eierprodukte zu Preisen angeboten, die fernab jeder Realität liegen und wo sich jeder anständige Einkäufer fragen muss, wie dies denn gehen kann. Dennoch wurden diese Produkte verkauft. Doch die Verwendung von solch ekelerregenden Eiprodukten, die z. B. aus angebrüteten Eiern hergestellt wurden, ist nach dem LMBG nicht zulässig und fällt in die Rubrik Wirtschaftskriminalität. Einkäufer sollten bedenken, dass immer dann, wenn die Kalkulationen von Eiprodukten-Preisen von der Rohware bis zum Endprodukt überhaupt nicht nachvollziehbar sind, immer etwas faul ist. Da kann sich keiner herausreden. Denn: Selbst Unwissenheit schützt vor Strafe nicht.



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