Eiprodukte-Verordnung geändert

Die Hühnereier-Verordnung und die Verordnung über Enteneier wurden aufgehoben und die entscheidenden Inhalte in die Eiprodukte-Verordnung, die eine neue Bezeichnung erhielt, integriert. Die neue Bezeichnung lautet "Verordnung über die hygienischen Anforderungen an Eier, Eiprodukte und roheihaltige Lebensmittel (Eier- und Eier-Produkte-Verordnung)". Sie ist seit 11.4.2003 in Kraft. Die "Anforderungen an roheihaltige Lebensmittel in Gaststätten und Einrichtungen zur Gemeinschaftsverpflegung" wurden in einem besonderen Paragraphen zusammengefasst. Diese Anforderungen bedingen für den Verantwortlichen in der Gemeinschaftsverpflegung keine neuen Belastungen. Da das Vorkommen von Salmonellen nach wie vor ein hohes Sicherheitsrisiko darstellt, sind die wichtigsten gesetzlichen Forderungen beim Umgang mit roheihaltigen Lebensmitteln nachfolgend aufgeführt.
  • Wer eine Einrichtung zur GV für alte und kranke Menschen oder Kinder betreibt, muss Lebensmittel, die er dort unter Verwendung von rohen Bestandteilen der Hühnereier hergestellt hat, vor deren Abgabe zum Verzehr einem Erhitzungsverfahren unterziehen. Das Erhitzungsverfahren muss garantieren, dass Salmonellen abgetötet werden (sieben Minuten bei einer Kerntemperatur von 70 Grad Celsius).
  • Es dürfen in der GV Lebensmittel, die unter Verwendung von rohen Bestandteilen von Hühnereiern hergestellt sind und nicht erhitzt wurden (siehe oben), nur an Verbraucher abgegeben werden, wenn 1. diese Lebensmittel zum unmittelbaren Verzehr an Ort und Stelle bestimmt sind und 2. a) sofern es sich um bestimmungsgemäß erwärmt zu verzehrende Lebensmittel handelt, die Abgabe nicht später als zwei Stunden nach der Herstellung erfolgt, b) sofern es sich um bestimmungsgemäß kalt zu verzehrende Lebensmittel handelt, diese innerhalb von zwei Stunden nach der Herstellung - auf eine Temperatur von höchstens + 7 Grad Celsius abgekühlt, bei dieser oder einer niedrigeren Temperatur gehalten und innerhalb von 24 Stunden nach der Herstellung abgegeben werden oder - tiefgefroren, bei dieser Temperatur gehalten und innerhalb von 24 Stunden nach dem Auftauen abgegeben werden, wobei die Temperatur von + 7 Grad Celsius nicht unterschritten werden darf.
  • Wer eine Einrichtung zur GV betreibt, ist verpflichtet, von allen Lebensmitteln, die unter Verwendung von rohen Bestandteilen wie Hühnereier hergestellt und anschließend nicht einem Erhitzungsverfahren (siehe oben) unterzogen worden sind und eine Menge von 30 Portionen übersteigen, Rückstellproben aufzubewahren. Die Rückstellproben sind bei einer Temperatur von maximal + 4 Grad Celsius über den Zeitraum von 96 Stunden vom Zeitpunkt der Abgabe an den Verbraucher zu lagern. Die Proben müssen mit dem Datum und der Stunde des Herstellungszeitpunktes gekennzeichnet sein und der zuständigen Behörde auf Verlangen ausgehändigt werden.
  • Wer Enteneier verarbeitet oder Lebensmittel unter Verwendung von Enteneiern herstellt, hat sicherzustellen, dass die Eier und die Lebensmittel einem Erhitzungsverfahren (siehe oben) unterzogen wurden.




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