Fischhygiene-Verordnung geändert

Die außerordentlich umfangreichen Bestimmungen der Fischhygiene-Verordnung gelten generell für das Herstellen, Behandeln und Inverkehrbringen von Fischerei-Erzeugnissen und lebenden Muscheln. Ausgenommen von der generellen Regelung war bisher nur der Einzelhandel und handwerklich strukturierte Betriebe, Fischer und Teichwirte, die geringe Mengen direkt an den Endverbraucher geben. Seit dem 11.4.2003 gelten alle Ausnahmen zur Fischhygiene-Verordnung auch für Gaststätten und Einrichtungen zur Gemeinschaftsverpflegung. Neben den allgemeinen Hygiene-Bestimmungen bleiben folgende Verpflichtungen:
  • Fische aus den Tagesfängen der Küstenfischereien müssen spätestens am Tage nach dem Fang und Fische, die in gekehltem oder unausgenommenem Zustand einem Salzungsverfahren (oder ähnlicher Behandlung) unterzogen wurden, müssen vor Abgabe an den Verbraucher ausgenommen werden.
  • Heringe, die einem Räucherungsverfahren (Bückling) oder Salzung und Räucherung (Lachshering) unterworfen wurden, dürfen unausgenommen nur an den Verbraucher abgegeben werden, wenn bei der Abgabe deutlich darauf hingewiesen wird, dass in der Leibeshöhle abgestorbene Nematoden enthalten sein können.
  • Fische und Erzeugnisse aus Fischen sind auf allen Stufen der Herstellung und Behandlung Sichtkontrollen zu unterziehen.
  • Teile, die erkennbar lebende oder tote Nematoden enthalten, sind unverzüglich von den Fischen oder Fischteilen zu entfernen. Entfernte Teile, die lebende oder tote Nematoden enthalten, dürfen nicht als Lebensmittel in den Verkehr gebracht werden.
  • Herausgenommene Eingeweide (Ausnahmen: Rogen, Milz oder Leber) oder entfernte nematodenhaltige Teile sind von den zur Verwendung bestimmten Fischen oder Fischerzeugnissen so getrennt zu halten, dass keine nachteilige Beeinflussung erfolgen kann.
  • Fischerei-Erzeugnisse müssen unverzüglich nach dem Fang, der Herstellung oder Behandlung auf + 2 Grad Celsius gekühlt oder in geschmolzenem Eis aufbewahrt werden.




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