Hormone gefährden die Gesundheit

In seiner dritten Stellungnahme zum Risiko von Hormonrückständen in Rindfleischerzeugnissen für die menschliche Gesundheit sah der wissenschaftliche Ausschuss für Veterinärmaßnahmen im Zusammenhang mit der öffentlichen Gesundheit (SCVPH) keine Veranlassung, von seinen früheren Stellungnahmen abzuweichen. Die jetzt vorgelegte Stellungnahme beruht auf der Prüfung von 17 wissenschaftlichen Studien und berücksichtigt auch jüngste wissenschaftliche Erkenntnisse. Die Studien behandeln toxikologische Aspekte, Missbrauchsmöglichkeiten und Kontrollprobleme sowie Umweltaspekte von folgenden Hormonen: 17-beta-Estradiol, Progesteron, Testosteron, Ceranol, Trenbolonacetat und Melengestrolacetat sowie deren Metabolite. Die Studien waren von der europäischen Kommission in Auftrag gegeben worden, um Forschungslücken zu schließen, die mit der Entscheidung des WTO-Berufungsgremiums in Bezug auf die wissenschaftliche Grundlage für das EU-Einfuhrverbot für Fleisch- und andere Erzeugnisse von hormonbehandelten Tieren deutlich geworden waren. Der Ausschuss bestätigt die Gültigkeit seiner früheren Stellungnahmen und erklärte, es seien keine Änderungen für die vorhergehende Stellungnahme beabsichtigt und nicht gerechtfertigt. Es gibt im Übrigen immer mehr Belege für das mutagene und genotoxische Potenzial von 17-beta-Estradiol. 1988 verbot die EU die Verwendung von Hormonen zur Wachstumsförderung bei landwirtschaftlichen Nutztieren. Dieses Verbot gilt für Mitgliedsstaaten und Einfuhren aus Drittländern. Die USA und Kanada fochten das Verbot an und legten bei der WTO Berufung ein. Bereits 1999 und im Jahr 2000 kam der wissenschaftliche Ausschuss für Veterinärmaßnahmen (SCVPH) bereits zu dem Schluss, das für die geprüften sechs Hormone keine zulässige Tagesdosis fest gesetzt werden kann. Weitere Studien und auch die jetzige Stellungnahme führten zu dem Verbot des Einsatzes von Hormonen bei der Tiermast. Quelle: http://europa.eu.int/comm/food/fs/sc/scv/outcome-en.HTML



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