Mykotoxin-Höchstmengenverordnung und Diätverordnung geändert

Neben den Aflatoxinen, die als gefährliche Pilzgifte bekannt sind (beim Auftreten von gelbem Schimmelbelag sollte das Lebensmittel sofort vernichtet werden!), haben sich weitere Schimmelpilzgifte (Mykotoxine) als gesundheitsschädlich erwiesen. Es wurden deshalb Höchstmengen für die nachfolgenden Mykotoxine in Lebensmittel fest gelegt. Ochratoxin A. In Röstkaffee 3µg/kg; in löslichem Kaffee 6 µg/kg; in Trockenobst (ausgenommen aus Weintrauben und Feigen) 2 µg/kg; in getrockneten Feigen 8 µg/kg. Deoxynivalenol. In Getreideerzeugnissen (Getreidekörner zum direkten Verzehr und verarbeitete Getreideerzeugnisse), ausgenommen Hartweizenerzeugnisse, Brot, Kleingebäck und Feine Backwaren 500 µg/kg; in Brot, Kleingebäck und Feinen Backwaren 350 µg/kg. Summe der Fumonisine B1 und B2. In Maiserzeugnissen (Mais zum direkten Verzehr und verarbeitete Maiserzeugnisse), ausgenommen Kornflakes, 500 µg/kg; in Kornflakes 100 µg/kg. Zearalenon. In Getreideerzeugnissen (Getreidekörner zum direkten Verzehr und verarbeitete Getreideerzeugnisse) 50 µg/kg Die Änderung der Diätverordnung betrifft ebenfalls die Höchstgehalte an Mykotoxinen in diätetischen Lebensmitteln für Säuglinge und Kleinkinder. Es dürfen zur Herstellung von Lebensmitteln für Säuglinge und Kleinkinder nicht verwendet werden: Maiserzeugnisse (Mais zum direkten Verzehr und verarbeitete Erzeugnisse), sofern ihr Gehalt an Fumonisinen B 1 und B 2 einzeln oder insgesamt den Wert von 10 µg/kg überschreitet. Getreideerzeugnisse (Getreidekörner zum direkten Verzehr und verarbeitete Getreideerzeugnisse, sofern ihr Gehalt an Zearalenon den Wert von 20 µg/kg und Deoxinivalnivalenol den Wert von 100 µg/kg überschreitet. Die vom 4. Februar 2004 stammende Verordnung ist seit dem 13. Februar 2004 in Kraft. Lebensmittel, die nach den bisher geltenden Vorschriften hergestellt wurden, dürfen noch bis zum 1. September 2005 in Verkehr gebracht werden. Prof. Dr. Lutz Bertling


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